IHK-Umfrage zu Konjunktur

Schlechte Zeiten voraus? Knapp ein Drittel aller Unternehmen schaut pessimistisch ins kommende Jahr

Mehr Unternehmen in Baden-Württemberg blicken pessimistisch in die Zukunft als noch zu Jahresbeginn, wie eine Umfrage zeigt. Die Geschäftsaussichten verschlechtern sich.

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Stand

Von Autor/in Marcel Fehr

Unternehmen in Baden-Württemberg blicken pessimistisch in die Zukunft: Fast ein Drittel geht davon aus, dass sich die Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern werden.

Das geht aus einer Konjunkturumfrage der zwölf Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg hervor. Mehr als 3.600 Unternehmen haben sich zwischen Mitte April und Anfang Mai daran beteiligt.

Kaum Investitionen in Kapazitätserweiterungen

Nur noch 17 Prozent der befragten Betriebe rechnen mit einer Verbesserung ihres Geschäfts. "Die Wirtschaft steht weiter unter massivem Druck", sagt Claus Paal, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK). Für die Unternehmen komme es auf Geschwindigkeit an, es zähle, was möglichst schnell in den Betrieben ankomme.

Verhalten zeigen sich die Unternehmen laut der Umfrage bei den Investitionen: Der Großteil investiert demnach nur in den Erhalt ihrer Substanz und nicht in Wachstum. Nur 19 Prozent der befragten, investierenden Unternehmen gaben an, Kapazitätserweiterungen zu planen.

"Wenn die Landesregierung wirklich etwas ändern und Investitionen, Innovationen und Beschäftigung sichern will, muss sie jetzt pragmatisch handeln und Prioritäten setzen", fordert Paal.

Nur wenige Branchen entwickeln sich robust

Die größten Risiken für ihre Geschäfte sehen die baden-württembergischen Unternehmen laut der Umfrage in der Inlandsnachfrage, bei den Energiepreisen und den Arbeitskosten. Auch die geopolitischen Spannungen und die Rohstoffpreise besorgen sie.

Auch wenn die meisten Branchen pessimistisch sind, gibt es einige Lichtblicke: Die Elektrotechnik und die Chemie- und Pharmabranche entwickelt sich laut dem BWIHK "vergleichsweise robust". IT-Dienstleister und Unternehmensberatungen würden weiter von Digitalisierung und Transformationsprojekten profitieren.

Schwierig bleibt es in Teilen des Maschinenbaus, der Metallindustrie und dem Fahrzeugbau. Das Baugewerbe steht wegen hoher Zinsen und schwacher Nachfrage unter Druck. Auch der Handel spürt, dass sich Verbraucher wegen der gestiegenen Preise mit größeren Anschaffungen zurückhalten.

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Arbeitsplatz SWR1

Erstmals publiziert am
Stand
Onlinefassung
Theresa Rauffmann
Autor/in
Marcel Fehr
Marcel Fehr auf der CMT

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