Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwochabend haben Oberbürgermeister Marcus Zeitler (CDU) und der Hockenheimer Gemeinderat ihre Pläne für die Zukunft des Aquadroms vorgestellt. Demnach soll der Badebetrieb in den kommenden Jahren deutlich reduziert werden.
Geht es nach den Plänen des Gemeinderats, soll der Fokus künftig vor allem auf der Daseinsvorsorge liegen: Schulschwimmen hat oberste Priorität, danach folgt der Vereinssport. Für die breite Öffentlichkeit wird das Angebot voraussichtlich eingeschränkt.
Aquadrom: Millionen-Defizit zwingt zur Verkleinerung
Der Grund für die Pläne ist die angespannte finanzielle Lage. Das Aquadrom verursache aktuell ein jährliches Defizit von rund 4,5 Millionen Euro – mit steigender Tendenz, sagte Zeitler. Unter der Woche könne pro Tag ein Minus von bis zu 13.000 Euro entstehen, gleichzeitig würden die Besucherzahlen sinken. Für die Stadt sei das auf Dauer nicht mehr tragbar.
Verkleinerung kostet – und braucht Fördergelder
Geplant ist ein Sport- und Vereinsbad mit reduziertem Angebot. Teile der bestehenden Anlage sollen zurückgebaut werden. Die Investitionskosten dafür liegen laut Gemeinderat bei rund 17 Millionen Euro - fünf davon sollen aus Fördermitteln kommen.
Die Fördergelder seien ein entscheidender Punkt. Ob es die gibt, werde sich aber wohl erst im Mai oder Juni zeigen, hieß es bei der Informationsveranstaltung. Sollte die finanzielle Unterstützung ausbleiben, müsste neu über die Zukunft des Schwimmbads entschieden werden. Fest steht: Ein Schwimmangebot soll es in Hockenheim weiterhin geben – allerdings deutlich abgespeckt.