"Wir werden sie nicht mehr los"

Biologe warnt: Asiatische Hornisse ist nicht nur für Imker eine Gefahr

Die Asiatische Hornisse ist eine Bedrohung nicht nur für Imker. Wichtig ist daher, die Nester frühzeitig zu melden und zu entfernen. Das Land unterstützt das mit Zuschüssen.

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Von Autor/in Laura Uzupyte

Sie hat eine schwarz-braune Brust, ein gelbes Gesicht mit orange-gelber Stirnzeichnung und markante gelbe Füße. Die Rede ist von der Asiatischen Hornisse. Das Insekt stammt aus China und breitet sich seit 2004 in Europa aus. Im Vergleich zur Europäischen Hornisse sind die Tiere nicht nur dunkler, sondern auch kleiner. Seit 2016 steht sie auf der EU-Liste der invasiven Arten. Seit Kurzem fördert das Land Baden-Württemberg erneut die Entfernung der Nester.

Schriesheimer Experte warnt: Eine Gefahr nicht nur für Imker

Der Schriesheimer Biologe und Imker Volker Künemund hat gelernt, wie die Nester der Asiatischen Hornisse zu entfernen sind. Im SWR-Interview erzählt der Fachmann, dass man die invasive Art "nicht mehr los wird", weil sie sich immer weiter ausbreite. Auch seien die Insekten nicht nur für Honigbienen eine Gefahr, sondern auch für die Landwirtschaft und den Menschen. Bei Allergikern können die Stiche der Tiere zu schweren anaphylaktischen Reaktionen führen.

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Seit März 2025 besteht zwar laut EU-Verordnung keine Meldepflicht mehr, da die Art in Deutschland als etabliert gilt. Um größere Schäden abzuwenden, empfiehlt der Experte aber dennoch, die Nester der Asiatischen Hornisse konsequent zu suchen und von Experten entfernen zu lassen. Über die offizielle Meldeplattform der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt können Bürger Funde melden und auch Zuschüsse beantragen.

Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse verteidigen Nest "aggressiv"

Der Biologe und Imker ist immer häufiger mit den Sorgen der Menschen konfrontiert, wenn sie ein Nest mit Asiatischen Hornissen entdecken. Derzeit sei Saison. Nur Jungköniginnen überwintern und suchen dann einen Platz in Bodennähe zum Nesterbau - vorzugsweise etwa in Gartenschuppen, Nistkästen oder Dachgauben. Die Insekten gingen dabei "relativ friedlich" vor.

Anders hingegen wenn ab Mai die ersten Arbeiterinnen schlüpften, erklärt Künemund. Diese würden das Nest "aggressiv verteidigen". Gleichzeitig käme es dann häufiger zu Schäden im Obst- und Weinbau oder bei den Bienen. Im Sommer bauen die aus bis zu 2.000 Arbeiterinnen bestehenden Völker hoch oben in Baumwipfeln ein größeres Nest.

Meldung von Asiatischen Hornissen und Förderung durch Land BW

Das Land bemüht sich um die Eindämmung der invasiven Art. Da die Nestentfernung als zentraler Baustein bei der Bekämpfung der Asiatische Hornisse gilt, fördert das Land Baden-Württemberg vom 1. Mai bis 31. Juli die Entnahme von Primärnestern mit 60 Euro pro Einsatz. Insgesamt stehen dafür 95.000 Euro zur Verfügung.

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Guten Morgen Rheinland-Pfalz SWR1 Rheinland-Pfalz

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Martina Senghas
Martina Senghas
Autor/in
Laura Uzupyte
SWR-Reporterin Laura Uzupyte aus Mannheim

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