Der Württembergische Imkertag hat am Wochenende in Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) stattgefunden. Ein Thema, das bei der Veranstaltung in der Spinnerei auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau im Zentrum stand: die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse. Denn die invasive Art bereitet den Imkern auch im Allgäu, in Oberschwaben und am Bodensee Sorge.
"Die Asiatische Hornisse ist auch bei uns in der Region angekommen", heißt es vom Bezirksimkerverein Wangen im Allgäu. Im vergangenen Jahr sei in Wangen erstmals ein Exemplar gesichtet worden. Die Hornissenart töte nicht nur Honigbienen, sondern auch andere Tiere wie Wildbienen und Schmetterlinge.
Honigbienen sind Beute der Asiatischen Hornisse
Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) braucht die Asiatische Hornisse für die Larvenaufzucht proteinhaltige Beute. Und die könne im Spätsommer und Frühherbst zu einem Großteil aus Honigbienen bestehen. Aber: Welche Auswirkungen die Asiatische Hornisse auf heimische Arten wie zum Beispiel Wildbienen hat, ist laut LUBW zurzeit noch nicht bekannt.
Wer eine Asiatische Hornisse entdeckt, sollte sie möglichst fotografieren und die Sichtung auf dem Meldeportal der LUBW vermerken. Das gilt auch für Nester. Niemals sollte man eine Hornisse töten. Denn immer wieder kommt es zu Verwechslungen mit der Europäischen Hornisse. Und diese ist streng geschützt. Nester sollten nicht selbst entfernt oder gestört werden. Denn die Tiere verteidigen ihr Nest aggressiv.
Expertin klärt über invasive Hornissenart auf
Um über das Thema aufzuklären, hielt Imkermeisterin und Wanderlehrerin Bianka Duventäster beim Württembergischen Imkertag einen Vortrag über die Asiatische Hornisse. Daneben gab es weitere Vorträge - etwa über das Lesen von Spuren, die ein Bienenvolk hinterlässt. Zu allen Veranstaltungen und Vorträgen waren nicht nur Imker, sondern alle Interessierten eingeladen.
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Der Bezirksimkerverein Wangen im Allgäu feierte mit der Veranstaltung am Wochenende zugleich ein besonderes Jubiläum: Vor 150 Jahren wurde der Verein von Oberreallehrer Johannes Jung gegründet. Seitdem widmet sich der Verein der Förderung der Bienenzucht in der Region. Rund 250 Menschen sind Mitglieder im Bezirksimkerverein.