Das Ergebnis steht seit etwa 18:45 Uhr am Sonntagabend fest und ist eindeutig: Der geplante Windpark in Dossenheim und Schriesheim (beide Rhein-Neckar-Kreis) kann kommen. Die Wahlberechtigten aus beiden Kommunen stimmten am Sonntag jeweils mehrheitlich für den Bau von Windrädern auf gemeindeeigenen Flächen.
Schriesheim und Dossenheim: Jeweils klare Mehrheit für den Bau von Windrädern
In Schriesheim stimmten 54,6 Prozent mit "Nein" und damit - entsprechend der Fragestellung - für die Errichtung eines Windparks. Gut 45 Prozent stimmten jeweils mit "Ja" und wollten den Bau verhindern. Abgestimmt haben fast 60 Prozent der Stimmberechtigten, damit ist das nötige Quorum für den Bürgerentscheid erfüllt. In Dossenheim fiel die Entscheidung noch deutlicher aus. Hier votierten über 60 Prozent für den Windpark, knapp 40 Prozent dagegen. Abgestimmt haben hier 58,6 Prozent.
Die vier geplanten Windräder sollen im Waldgebiet "Weißer Stein" entstehen - zwei Windräder sollen jeweils auf Dossenheimer und Schriesheimer Seite gebaut werden. In beiden Kommunen gibt es Bürgerinitiativen gegen den Bau der Windräder. Sie konnten den Bürgerentscheid erwirken.
Gemeinden hoffen auf Geld, Gegner fürchten Umweltschäden
Seit mehr als zwei Jahren gibt es schon Diskussionen um die geplanten Windkraftanlagen. Die Gemeinden erhoffen sich Pachteinnahmen und eine Beteiligung am Stromerlös. Die Einnahmen könnten sich bestenfalls auf mehrere hunderttausend Euro pro Jahr belaufen. Die Gegner fürchten unter anderem Schäden für Tiere und Wald. So forderte die Bürgerinitiative Gegenwind aus Schriesheim, dass Windkraftanlagen lieber in der Ebene gebaut werden sollen, was wegen Abstandsregeln zur Wohnbebauung allerdings laut Regierungspräsidium nur schwer umgesetzt werden kann.
Jetzt ist wichtig, dass wir aufeinander zugehen, uns die Hände schütteln und dann weiterhin an der Zukunft Dossenheims arbeiten.
Auswirkungen der Entscheidung
Als nächstes soll es nun eine artenschutzrechtliche Prüfung geben. Diese soll im Winter beginnen. Allerdings folgen dann noch jahrelang weitere Prüfungen und Bauarbeiten, bis die Windräder schließlich errichtet werden können.