Das Landgericht Heidelberg hat am Montag das Urteil gegen die 41-Jährige verkündet. Die Frau muss wegen Betruges und Urkundenfälschung für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Sie hatte im Verlauf des Prozesses ihre Tat gestanden. Die Frau unterrichtete Naturwissenschaften: Mathe, Physik, Chemie. Ihr Studium hatte sie allerdings nie abgeschlossen und ihre Abschlüsse gefälscht.
Richter: "Lügengebäude aufgebaut, das einstürzte"
Während der Urteilsbegründung am Montag in Heidelberg sprach der Richter davon, dass die Frau über Jahre hinweg ein Lügengebäude aufgebaut hat, was letztlich einstürzte. Die Freiheitsstrafe, zu der sie heute vom Gericht verurteilt wurde, setzt sich aus verschiedenen Taten zusammen. Darauf hatte auch die Staatsanwaltschaft plädiert: Sie forderte für ihre mutmaßlich erschlichene Tätigkeit als Lehrerin in Heidelberg eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten. Für den vorgeworfenen Betrug einer Bank und die Lehrerinnentätigkeit im Saarland eine zusätzliche Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten. Letzteres hatte dazu geführt, dass die Frau aufflog. Mit dem Urteil bleibt das Gericht etwas unterhalb dieser Forderung. Darüber hinaus seien aber knapp 124.000 Euro an Schaden einzuziehen, sagte der Richter.
Die Verteidigung hatte hingegen eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gefordert.
Staatsanwaltschaft fordert mehrjährige Freiheitsstrafe Mathe, Physik, Chemie: Falsche Lehrerin muss sich in Heidelberg vor Gericht verantworten
Im Prozess gegen eine Frau, die sich als Lehrerin ausgegeben haben soll, sind am Donnerstag die Plädoyers gesprochen worden. Auf die 41-Jährige kommt wohl eine Freiheitsstrafe zu.
Falsche Lehrerin: Gefälschte Zeugnisse und Atteste
Die Frau hatte an verschiedenen Privatschulen in Heidelberg sowie im saarländischen Homburg unterrichtet. Ihre eigenen Hochschulzeugnisse hatte sie dafür gefälscht. Außerdem hat sie ein Führungszeugnis ohne Einträge erstellt. In Heidelberg soll sie laut Gericht von 2021 bis 2024 einen Bruttolohn in Höhe von fast 200.000 Euro erschlichen haben.
Die Privatschule in Heidelberg hatte der Frau fristlos gekündigt, nachdem sie offenbar monatelang wegen einer angeblichen Krebserkrankung krankgemeldet war. Dafür hatte sie gefälschte Atteste vorgelegt. Die Angeklagte zog daraufhin ins Saarland und arbeitete dort an einer anderen Privatschule. In Homburg erschlich sie sich zu Beginn des Jahres 2025 noch einmal rund 11.000 Euro Gehalt.
41-Jährige bereits einschlägig vorbestraft
Die Frau war wegen ähnlicher Taten bereits in Rheinland-Pfalz verurteilt worden. Sie hatte sich mit gefälschten Universitätsabschlüssen Zugang zum Referendariat erschlichen. Ende 2023 war sie zudem in Heidelberg zu einer weiteren Bewährungsstrafe wegen Urkundenfälschung verurteilt worden.
Beim Prozessauftakt hatte ihr Anwalt im Namen seiner Mandantin alle Vorwürfe eingeräumt. Die 41-Jährige sagte im Prozess, sie "empfinde extreme Scham."