Wenn die Feuerwehr im Einsatz ist, zählt jede Sekunde. Einsatzfahrzeuge müssen so schnell wie möglich am Ort des Geschehens sein. Abeer dort müssen sie erst mal hinkommen. Oft sind die Durchfahrten durch ganz normale Straßen kaum möglich, weil links und rechts Autos abgestellt wurden. Das kann in Ernstfällen schnell Menschenleben gefährden. Deswegen ist die Feuerwehr Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) am Dienstagabend durch potenzielle Engstellen gefahren und hat geschaut, wer sein Fahrzeug so abgestellt hat, dass die Feuerwehrfahrzeuge nicht durchkommen.
Feuerwehr muss Umwege fahren - Bilanz der Testfahrt durchwachsen
Schon zu Beginn der rund vier Kilometer langen Strecke zeigten sich die ersten Probleme mit geparkten Autos. Direkt nach gut 500 Metern kam es zu einer Situation, in der die Einsatzkräfte bei ihrer Fahrt Schwierigkeiten beim Passieren hatten. Insgesamt wurden auf der Strecke durch den Ort zwei Autos abgeschleppt und 17 Fahrzeughalter mit einem Bußgeld wegen regelwidrigen Parkens bestraft.
Probleme nehmen eher zu
Laut Feuerwehrkommandant Daniel Ernst kommt es immer öfter zu Schwierigkeiten zwischen Bürgern und Feuerwehr. Ob in Form von Anfeindungen bei Einsätzen oder weil das Verständnis dafür fehlt, dass ein falsch abgestelltes Auto Menschenleben kosten kann. "Mit der Aktion wollen wir, dass sich das bei den Menschen festsetzt und sich die Situation verbessert.", sagte er dem SWR. Laut Bundesgesetz muss eigentlich immer so geparkt werden, dass eine drei Meter breite Durchfahrt gewährleistet ist. So kann die Feuerwehr mit ihren zweieinhalb Meter breiten Einsatzwagen durchkommen. In der Realität sei das oft nur knapp oder gar nicht der Fall.
Gemeinderat, Bürgermeister und Polizei mit im Konvoi
Bei dem Feuerwehrkonvoi waren insgesamt zwei Einsatzwagen dabei. Außerdem noch ein Abschleppauto und zwei Mannschaftswagen, in dem die Presse sowie Vetreter aus dem Gemeinderat und der Bürgermeister mitfahren konnten. So konnte sich auch die Stadtverwaltung einen Eindruck von dem Problem verschaffen.