Ergebnis von 2021 umgedreht

Rhein-Neckar-Kreis und Neckar-Odenwald: CDU-Kandidaten holen alle Direktmandate

Im Rhein-Neckar-Kreis hat sich die CDU zuletzt verlorene Wahlkreise von den Grünen zurückerobern können. Der Neckar-Odenwald bleibt fest in CDU-Hand.

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Von Autor/in Patrick Figaj

Ihren breiten Erfolg von 2021 können die Grünen in Bezug auf gewonnene Direktmandate im Rhein-Neckar-Kreis 2026 nicht wiederholen– im Gegenteil: Bei dieser Wahl holen im Rhein-Neckar Kreis die CDU-Abgeordneten alle Direktmandate. Die Wahlbeteiligung lag dabei zwischen 66 und gut 71 Prozent – je nach Region. Der Wahlkreis Neckar-Odenwald bleibt CDU dominiert, dennoch schneidet die AfD stark ab. Wie in Mannheim und Heidelberg abgestimmt wurde, lesen Sie an dieser Stelle.

Direktmandate in Weinheim und Schwetzingen gehen an CDU

In der großen Kreisstadt Weinheim erreicht die CDU mit Bastian Schneider das Direktmandat. Er kommt auf 33 Prozent. Zuletzt hatte es Fadime Tuncer von den Grünen inne. Obwohl die Grünen nach Zweitstimmen hier am besten abschneiden, verpasst Tuncer das Direktmandat. Gegenüber dem SWR sagte sie, sie sei aber "sehr froh, dass sie über die Liste in den Landtag" komme. Die AfD schneidet beim Zweitstimmenanteil im Wahlkreis Weinheim mit 14 Prozent im Gegensatz zum Rest des Rhein-Neckar-Kreises schwächer ab. Die SPD holt im Wahlkreis Weinheim in Bezug auf die Rhein-Neckar-Region hier ihr bestens Ergebnis mit knapp acht Prozent.

Im Wahlkreis Schwetzingen kann sich Andreas Sturm das Direktmandat sichern. Der Christdemokrat setzt sich gegen André Baumann durch. Allerdings liegt der Zweitstimmenanteil der Grünen höher. Es zeigt sich: Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimmen strategisch verteilt. Möglich wurde das in Baden-Württemberg dadurch, dass wie bei der Bundestagswahl mit Erst- und Zweitstimme gewählt werden konnte. Drittstärkste Kraft wird in Bezug auf die Zweitstimmen die AfD mit 19,4 Prozent.

Wahlkreis Sinsheim und Wiesloch: CDU holt beide Direktmandate

Das Direktmandat im Wahlkreis Sinsheim geht ebenfalls direkt an die CDU – und hier an Albrecht Schütte, der bereits seit 2016 im Landtag sitzt. Er holt 33,2 Prozent der Stimmen. Grüne und AfD liefern sich in Bezug auf die Erststimme ein enges Rennen um Platz zwei.  

Zuletzt grün, jetzt wieder schwarz, heißt es auch in Wiesloch. Hier konnte die CDU bei Erst- und Zweitstimmen das stärkste Ergebnis verbuchen. Direkt in den Landtag zieht damit Christiane Staab mit 34,6 Prozent, die zuletzt schon im baden-württembergischen Landtag für die Christdemokraten vertreten war, der Grüne Yannick Veils konnte bei den Wählerinnen und Wählern nicht so stark punkten. Die AfD liegt bei 19,6 Prozent der Zweitstimmen.

Wahlkreis Neckar-Odenwald

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist traditionell eine CDU-Hochburg mit dem christdemokratischen Direktkandidaten Peter Hauk. So auch im Jahr 2026.

Knapp 40 Prozent der Erststimmen hat Hauk einfahren können, seine CDU liegt bei den Zweitstimmen bei knapp 34 Prozent, das ist nochmal mehr als bei den vergangenen Landtagswahlen. Noch mehr zugelegt hat die AfD im Neckar-Odenwald-Kreis, sie liegt kreisweit bei knapp 24,7 Prozent und hat damit doppelt so viele Stimmen wie bei den Landtagswahlen 2021 - sie ist zweitstärkste Kraft.

„Wir hatten bei der letzten Wahl erhebliche Verluste, insbesondere durch das erstmalige Erstarken der AfD zu verzeichnen. Die AfD ist noch einmal stärker geworden. Wir haben dennoch wieder zugelegt. Das freut mich, und zwar nicht nur in der Erststimme. Wir haben auch bei den Zweitstimmen zugelegt."

Die Grünen im Landkreis verlieren Stimmen und kommen auf 20,4 Prozent. Deutliche Verluste auch für die SPD, deren Kandidat bekommt zwar gut 12 Prozent, bei den Zweitstimmen liegen die Sozialdemokraten aber bei 7,5 Prozent. 

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Patrick Figaj
SWR Journalist Patrick Figaj

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