Die Synagoge in den Mannheimer Quadraten und die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee im Jungbusch sind jetzt Kulturdenkmale des Landes. Das hat das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) mitgeteilt. Als religiöse Gebäude standen in Mannheim bisher nur Kirchen unter Denkmalschutz. Und zwar 30 insgesamt.
Teil der Stadtgeschichte Mannheims
Die Moschee und die Synagoge sind ein wichtiger Teil der Mannheimer Geschichte. Auch wenn die beiden Gebäude erst seit den 1980er und 1990er-Jahren existieren, so das Landesamt für Denkmalpflege. Mannheim habe "nicht nur bedeutende profane Bauten der Nachkriegszeit, sondern auch erstaunliche Sakralbauten vorzuweisen". Sie stellen charakteristische bauliche Zeugnisse des ausgehenden 20. Jahrhunderts dar, würdigt der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, Claus Wolf, die beiden Gebäude, die neu auf der Denkmalliste stehen.
Die beiden neuen jungen Kulturdenkmale dokumentieren eindrucksvoll die Vielfalt und Qualität von Glaubensorten in einer multikonfessionellen Metropole.
Moschee und Synagoge: Vielfalt und Toleranz
Die Synagoge in Mannheimer stehe am Beginn einer neuen Generation jüdischer Kultbauten in deutschen Städten. Das Gebäude sei von Selbstbewusstsein, Repräsentation und Offenheit geprägt, so das Landesdenkmalamt. Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee sei gleichzeitig westeuropäisch und traditionell-islamisch gestaltet. Damit stehe sie symbolisch für den Dialog zwischen den Religionen und für die Integration muslimischen Lebens in Deutschland.
Gemeinsam mit den christlichen Kirchen stehen die Synagoge und Moschee in Mannheim für die Vielfalt und Toleranz verschiedener Religionen in der Stadt, heißt es in der Begründung des Landesdenkmalamts.