Den Traum vom Eigenheim haben viele, doch derzeit schwanken Materialpreise und Fachkräfte fehlen. In Deutschland ist derzeit mehr als jedes vierte neu genehmigte Ein- oder Zweifamilienhaus ein Fertighaus, wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts mitteilte. In den ersten sechs Monaten des Jahres seien 7.400 der rund 28.000 Baugenehmigungen auf Fertighäuser entfallen. Den höchsten Anteil an den Genehmigungen erreichte Baden-Württemberg. Fast 45 Prozent aller neu ausgestellten Baugenehmigungen seien auf Fertighäuser entfallen.
Fertigbauweise auf dem Land und in der Stadt gleichermaßen beliebt
Damit sei der Marktanteil der Fertigbauweise an allen neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern im ersten Halbjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent gestiegen. Laut Verbandsgeschäftsführer Achim Hannot werden Fertighäuser nicht nur im ländlichen Raum beliebter, sondern auch in vielen Städten. "Die Zahlen sprechen für die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit des Fertigbaus auch in den großen Wohnungsmärkten der dicht besiedelten Metropolen", so Hannot.
Der Fertigbau habe mit einem Plus von rund 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 stärker zugelegt als die Baugenehmigungen insgesamt mit 14,5 Prozent, so der Verband. Im vergangenen Jahr habe der Anteil des Fertigbaus in 259 von 400 Landkreisen und kreisfreien Städten mehr als 20 Prozent der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser erreicht. Von den 64 Kreisen mit einer Fertigbauquote von mehr als 40 Prozent lägen rund drei Viertel in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen.