Statt drei nun zwölf Verdachtsfälle

K.o.-Tropfen? Besucher von Motorsport-Event in Stuttgart klagen über Unwohlsein

Drei Personen fühlten sich in der Nacht auf Sonntag so schlecht, dass sie ärztliche Hilfe benötigten. Nun prüfen die Ermittler sogar in zwölf Fällen, ob K.o.-Tropfen der Grund waren.

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Die Stuttgarter Polizei untersucht, ob mehrere Besucher eines Motorsport-Events am Wochenende Opfer von K.o.-Tropfen geworden sind. Mindestens drei Personen hätten in der Nacht auf Sonntag ärztlich behandelt werden müssen, teilte die Polizei am Sonntagmittag mit. Sie klagten über Unwohlsein, Ohnmacht und Schwindel. Nun werten die Behörden Blut- und Urinproben der Betroffenen aus. Am Freitag nun bestätigte die Polizei auf SWR-Anfrage, dass sogar in zwölf Fällen ermittelt werde.

Welche Rolle spielte Aftershowparty?

Falls sich tatsächlich herausstellen sollte, dass den Personen K.o-Tropfen verabreicht wurden, dann wäre offenbar der genaue Tatort noch unklar. Denn man wisse, dass acht der Betroffenen nach dem Motorsport-Event in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle eine Aftershowparty besucht hätten, so die Polizeisprecherin. Vier weitere möglicherweise betroffenen Personen waren nach dem Event nicht auf der Party.

Derzeit laufen noch die Untersuchungen der Blutproben. Der Sprecherin könne es aber noch ein bis zwei Wochen dauern, bis erste Ergebnisse vorliegen. Die Ermittlerinnen und Ermittler bitten auch Zeugen oder mögliche weitere Betroffene, sich zu melden.

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Bereits am Wochenende zuvor hatte sich ein mutmaßlicher Angriff mit K.o.-Tropfen bei einer Stuttgarter Veranstaltung ereignet. Elf Besucherinnen und Besucher einer Halloween-Party in Stuttgart-Wangen mussten vorübergehend im Krankenhaus behandelt werden. Sie klagten unter anderem über Erinnerungslücken. Auch in diesem Fall werden Blut- und Urinproben untersucht. Aktuell gebe es noch keine Ergebnisse, sagte die Polizeisprecherin dem SWR.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Christian Spöcker
Christian Spöcker, SWR
Fabian Ziehe
Fabian Ziehe

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