Nachfolger für Michael Benitz gesucht

Bürgermeisterwahl in Staufen: Benjamin Bröcker und Gilbert Weber gehen in die Stichwahl

Am Sonntag entscheidet Staufen in einer Stichwahl über den neuen Bürgermeister. Benjamin Bröcker und Gilbert Weber treten gegeneinander an.

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Von Autor/in Valentin Heib

Nachdem im ersten Wahlgang keiner der fünf Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte, treten nun die beiden Bestplatzierten in einer Stichwahl am Sonntag, 2. November, gegeneinander an. Benjamin Bröcker und Gilbert Weber, beide parteilos und 36 Jahre alt, kämpfen um die Nachfolge von Michael Benitz, der seit 2001 das Amt innehatte. Die offizielle Amtsübergabe ist für den 4. Dezember geplant.

Die Kandidaten der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Staufen, Benjamin Bröcker und Gilbert Weber.
Benjamin Bröcker und Gilbert Weber (v.l.)

Benjamin Bröcker: Favorit mit Vorsprung


Benjamin Bröcker, derzeit ehrenamtlicher Bürgermeister von Horben und hauptberuflich Staatsanwalt in Freiburg, geht mit einem deutlichen Vorsprung in die Stichwahl. Im ersten Wahlgang Mitte Oktober konnte er 43,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. „Die vergangenen zwei Wochen waren intensiv, aber auch wichtig“, so Bröcker im Interview. Trotz eines Bänderrisses, der ihn am Haustürwahlkampf hinderte, suchte er den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Unter anderem setzte er auf persönliche Gespräche, einen „Bier mit Bröcker“-Abend und einen 10-Punkte-Flyer, um seine Ziele zu präsentieren.

Bröcker zeigt sich zuversichtlich, seinen Vorsprung zu halten: „Ich denke, dass ein großer Teil der Staufenerinnen und Staufener auf Erfahrung und frischen Gestaltungswillen setzt — das bringe ich mit, verbunden mit Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein.“

Gilbert Weber: Aufholen durch Haustürwahlkampf

Gilbert Weber, Oberregierungsrat beim Regierungspräsidium Freiburg, erreichte im ersten Wahlgang 26,1 Prozent der Stimmen. Um den Rückstand aufzuholen, setzte Weber in den letzten zwei Wochen auf intensiven Haustürwahlkampf. „Die Menschen freuen sich sehr, wenn ich sie besuche und ihnen zuhöre“, erklärte er. Neben den Hausbesuchen organisierte Weber auch Veranstaltungen wie „Wein mit Weber“ und „Kaffee mit Gilbert Weber“, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Weber zeigt sich kämpferisch: „Ich denke, dass ich sehr gut zu Staufen passe und durch Qualifikation, berufliche Erfahrung und Fleiß überzeugen kann.“

Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet


Obwohl Bröcker mit einem Vorsprung in die Stichwahl geht, könnte es am Sonntag spannend werden. Entscheidend wird auch sein, wie sich die Wählerinnen und Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten entscheiden. Pia Riesterer, die im ersten Wahlgang als Drittplatzierte 21 Prozent der Stimmen erhielt, hat öffentlich ihre Unterstützung für Gilbert Weber erklärt. Von den anderen ausgeschiedenen Kandidaten ist nicht bekannt, wen sie bevorzugen.

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Keiner der fünf Kandidaten erhielt im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Somit kommt es nun zur Stichwahl zwischen den zwei Stimmen-stärksten Kandidaten.

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