Friedensproteste

Ostermärsche: Demonstrationen für Frieden und Abrüstung

An den Kar- und Ostertagen demonstrieren jedes Jahr Friedensaktivisten. Auch dieses Jahr sind in Südbaden viele Menschen gegen Krieg und Aufrüstung auf die Straße gegangen.

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Stand

Von Autor/in David Pister

Rund 200 Menschen haben am Ostermontag in Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) für Frieden und gegen Aufrüstung demonstriert. Das teilte die Polizei mit. Der Ostermarsch stand unter dem Motto "Wir sagen Nein zu den Kriegen in der Welt - und zur Aufrüstung in unserem Land" und wurde vom Friedensrat Markgräfler Land organisiert.

"Wir fordern, nicht weiter in Aufrüstung zu investieren, sondern Flagge zu zeigen und das Gewicht dieses Landes einzusetzen für zivile, diplomatische Lösungen von Konflikten", sagt Uli Rodewald, einer der Veranstalter des Ostermarsches. Trotz des neuen Wehrdienstgesetzes nahmen überwiegend ältere Menschen an der Aktion teil.

Ostermarsch-Teilnehmer: Aufrüstung gefährdet Frieden

Angesichts der aktuellen Weltlage zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besorgt. Der Trend gehe wieder zur Aufrüstung und zu Waffenlieferungen. Diplomatische Lösungen für Konflikte gerieten dabei in den Hintergrund. Außerdem würden andere Themen wie Bildung, Gesundheit und der Klimawandel durch den Fokus auf Kriege vernachlässigt.

Ich finde, es gibt nichts, wofür es sich lohnt, in den Krieg zu gehen.

Lucia ist eine der wenigen jüngeren Teilnehmerinnen der Demonstration. Ihre Freundinnen und Freunde seien in Sachen Krieg und Frieden ähnlich eingestellt wie sie selbst, sagt sie. "Sonst wären wir nicht befreundet." Die junge Frau ist gemeinsam mit ihrer Mutter zum Ostermarsch gekommen.

Teilnehmende des Ostermarsches 2026 in Müllheim demonstrieren gegen Krieg und Aufrüstung.
"Ich will hin zu Mutter Erde und weg vom Vaterland", hat diese Demonstrantin auf ihr Banner geschrieben.

Friedenswanderung: Von Freiburg bis Berlin

In Freiburg startete am Ostersonntag eine Friedenswanderung: In zwei Monaten bis nach Berlin. "Laufen(d) für den Frieden", ist das Motto. Die erste Etappe führte ins etwa 22 Kilometer entfernte Gutach. Organisator Andreas Honrath will mit der Aktion Menschen zum Nachdenken anregen, eine neue Haltung zu etablieren.

Seine Motivation: "Die aktuelle Weltlage macht sehr deutlich, dass Gier sowie Macht- und Geldstreben für das verantwortlich sind, was gerade passiert. Um das aufzulösen, braucht es langfristig neue Werte." Etwa 45 Menschen haben sich am Sonntag auf den Weg gemacht.

Friedenswanderung
Start der Friedenswanderung von Freiburg nach Berlin

Grenzüberschreitender Ostermarsch

Bereits am Karsamstag hatte die Deutsche Friedensgesellschaft Mittelbaden zu einem grenzüberschreitenden Ostermarsch von Kehl nach Straßburg aufgerufen. 17 Organisationen aus Frankreich und Deutschland beteiligten sich daran. Ihre Forderungen: keine Waffen in Kriegsgebiete und die Wiederherstellung des Völkerrechts als Grundlage zwischenstaatlicher Beziehungen.

Das Motto: "Nicht den Krieg, sondern den Frieden wollen wir gewinnen." Dem Ostermarsch haben sich unter anderem ver.di Offenburg, die CGT Grand-Est, die Landesarmutskonferenz und weitere Gruppen angeschlossen. 350 Menschen sind dabei für den Frieden mitgelaufen und haben die Europabrücke von Kehl nach Straßburg überquert.

Freiburg: 400 Menschen demonstrieren für Frieden

Beim Ostermarsch für Frieden in der Freiburger Innenstadt, der ebenfalls am Samstag von der Friedensbewegung organisiert wurde, zählte die Polizei rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Seit mehr als 60 Jahren wird an Ostern für Frieden, Abrüstung und gegen Atomwaffen demonstriert. Getragen werden die Ostermärsche von regionalen Friedensgruppen, Gewerkschaften und Parteien.

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Veranstaltungen im ganzen Land Ostermärsche in BW: Tausende demonstrieren für Frieden und Abrüstung

In Baden-Württemberg haben mehrere Tausend Menschen bei den traditionellen Ostermärschen gegen den Krieg demonstriert. Der Krieg im Iran stand dieses Jahr im Mittelpunkt.

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Ab dem 1. April erlässt die Universität Freiburg iranischen Studierenden für ein Semester die Studiengebühren. Der Grund: Viele von ihnen sind seit Kriegsbeginn in einer Notlage.