Benjamin Bröcker ist am Sonntagabend zum neuen Bürgermeister von Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) gewählt worden. Der 36-jährige Staatsanwalt setzte sich mit 50,22 Prozent der Stimmen – und einem Vorsprung von nur 18 Stimmen – gegen seinen Mitbewerber Gilbert Weber durch. Anfang Dezember tritt er das Amt offiziell an.
Benjamin Bröcker kurz nach dem Wahlsieg:
Neuer Bürgermeister ist überwältigt
Nach dem knappen Wahlsieg zeigte sich nicht nur das Publikum auf dem Staufener Marktplatz bewegt, sondern auch Benjamin Bröcker selbst. "Ich muss das erst einmal realisieren", sagte er kurz nach der Verkündung. Zwischenzeitlich hatte er bei der Auszählung noch zurückgelegen. Noch bevor die eigentliche Wahlfeier im Martinsheim begann, gratulierten ihm zahlreiche Wählerinnen und Wähler vor dem Rathaus.
Bröcker betonte, es sei nun wichtig, gemeinsam nach vorne zu schauen und die Stadt zusammenzuführen. In den kommenden acht Jahren wolle er sich vor allem für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, den Stadtsee und die Neumagenstraße aufwerten und die kulturellen Partnerschaften stärken. Dazu zählt auch das Faust-Forum, das derzeit noch fertiggestellt wird und künftig Raum für Kulturveranstaltungen bieten soll.
Ich freue mich sehr und habe große Lust auf die Aufgabe.
Stimmen aus Staufen nach dem Ergebnis
Mehrere hundert Menschen haben die Wahl auf dem Marktplatz in Staufen verfolgt. Nach rund einer Stunde stand der Gewinner fest. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent. "Wir hatten zwei sehr gute Kandidaten. Es ist sehr interessant, dass es so eng war", sagte ein Wähler. Viele hätten bis zum Schluss nicht sagen können, wie die Wahl ausgeht.
Obwohl das Ergebnis sehr knapp war und fast die Hälfte der Wählerinnen und Wähler jeweils Bröcker oder Weber unterstützen wollten, sei das ein normaler Ausdruck demokratischer Entscheidungen, so die Stimmung am Wahlabend.
Ich freue mich über das Ergebnis und ich glaube, dass ein junger, dynamischer Bürgermeister uns in den nächsten Jahren gut voranbringen wird.
Im ersten Wahlgang schaffte keiner die 50-Prozent-Hürde
Mitte Oktober waren fünf Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen um den Sitz im Rathaus angetreten. Benjamin Bröcker hatte im ersten Wahldurchgang etwas weniger als 44 Prozent der Stimmen geholt. Gilbert Weber hatte knapp jede vierte stimmberechtigte Person in Staufen von sich überzeugt. Im ersten Durchgang lag die Wahlbeteiligung in Staufen bei rund 65 Prozent.