Die Freiburger OB-Kandidatin Valerie Tabea Schult hat am Montagabend ihre Kandidatur zurückgezogen. In einem Instagram-Beitrag teilte sie mit, wegen einer Krebserkrankung nicht weiter am Wahlkampf teilnehmen zu können.
Ausgefallene Vorschläge zur Wohnungs- und Stadtpolitik
Die 35-Jährige setze in ihrem Wahlkampf auf neue Formen der Bürgerbeteiligung und der Mobilität. Ein zentrales Ziel ihrer Kampagne war die autofreie Stadt bis im Jahr 2035. Laut ihrer Webseite sollte das durch deutlich häufigere Bus- und Bahnverbindungen und einem kostenlosen Nahverkehr erreicht werden. Außerdem wollte sie den Bau von Quartiersgaragen statt Parkplätzen im öffentlichen Raum vorantreiben. Sie forderte hohe Bußgelder gegen Mietwucher, Leerstand und unerlaubte Ferienwohnungen. Bußen bis zu 100.000 Euro sollten fällig werden. Gleichzeitig schlug sie neue Wohnformen vor: etwa Tiny Houses auf bisherigen Parkflächen oder langfristig sogar ein Stadtviertel aus Baum- oder Stelzenhäusern.
So geht es bei der OB-Wahl weiter
Trotz des Rückzugs von Valeria Tabea Schult sind noch zehn Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen um das Amt des Freiburger Oberbürgermeisters beziehungsweise der Oberbürgermeisterin. Die Wahl findet am 26. April statt. Die öffentliche Vorstellung der Kandidierenden findet am 15. April im Konzerthaus in Freiburg statt.