Narren in großer Trauer

Geldbeutelwäsche im Narrenbrunnen beendet Rottenburger Fasnet

Ganz in Schwarz gekleidet, haben sich die Narren in Rottenburg am Aschermittwoch zur Geldbeutelwäsche zusammengefunden. Trotz traurigem Anlass gab es auch was zu Lachen.

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Von Autor/in Anna Priese

Zum Ende der Fasnet haben sich die Narren am Aschermittwoch in Rottenburg noch einmal getroffen: im Narrenbrunnen haben sie ihre Geldbeutel gewaschen.

Los ging´s am Zunfthaus, und mit Trommelschlägen sind sie feierlich zum Narrenbrunnen in die Altstadt gezogen. Wie es sich für diesen letzten und traurigen Teil der Fasnet gehört, haben sich die Narren ganz in Schwarz gekleidet.

Geldbeutelwäsche in Rottenburg.
Die Fasnetswimpel werden in Rottenburg schon abgehängt. Für die Narren geht es nach der Geldbeutelwäsche am Narrenbrunnen zurück ins Zunfthaus zum Kuttelessen.

Narren hoffen auf neues Geld für kommende Fasnet

Doch ganz so traurig sind die Narren nicht geblieben. Denn mit dem Geldbeutel am Peitschenstecken haben sie sich trotz Kälte gegenseitig nass gespritzt. Und warum das Ganze?

"Weil wir die Fasnet über unser ganzes Geld vertrunken haben und wir jetzt den Geldbeutel sauber machen, damit er bis nächstes Jahr wieder voll ist", sagt Zunfthauswirtin Lena Rehbein. Bei einem Fasnetstag gehen bei ihr schließlich schon mal mehr als hundert Euro drauf. Außerdem kann man sich so vor der Fastenzeit die närrische Seele gründlich reinwaschen. Das habe der ein oder andere auch nötig, lacht Rehbein.

Am Aschermittwoch kehrt mit der Geldbeutelwäsche langsam wieder Ruhe ein bei den Narren. "Wir müssen nicht hoppa, wir müssen nicht 'Narri Narro' schreien", meint einer der Narren, Rolf Eissler. Doch nach der Fasnet ist vor der Fasnet. Manuela Kaupp weiß: "Die ruhige Zeit ist kurz, und dann geht's schon wieder ans Planen und Organisieren für 2027."

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Autor/in
Anna Priese
Anna Priese ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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