Erst Bagger, dann Blumen und Begegnungen

Wie sich Bad Urach auf die Gartenschau 2027 vorbereitet

Bad Urach macht sich hübsch und das aus gutem Grund: Die Vorbereitungen für die Gartenschau 2027 laufen. Beim offiziellen Spatenstich wurden die Pläne vorgestellt.

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Von Autor/in Anne Schmidt

Mit dem offiziellen Spatenstich am Mittwoch beginnt eine neue Ära in Bad Urach (Kreis Reutlingen). Schon jetzt ist die Aufbruchsstimmung zu spüren: Am Ortseingang rollen die Bagger, neue Wege entstehen, das Kurzentrum wird erneuert und die Erms wird zugänglich gemacht. Vor allem das Kurgebiet soll aufgewertet werden. Das wohl markanteste Bauwerk ist eine Fußgänger- und Radbrücke am Ortseingang über die B28. Auf ihr gelangt man künftig von der Bahnhaltestelle Wasserfall direkt ins Kurgebiet.

Kurgebiet Bad Urach soll deutlich attraktiver werden

Der Kurpark befindet sich laut Gartenschau-Macher in einem Dornröschenschlaf. Nur wenige Besucherinnen und Besucher der Kurstadt kommen in die weitläufigen Parkanlagen mit den riesigen Wiesen. Das liegt auch daran, dass der Kurpark sehr versteckt liegt und etwas in die Jahre gekommen ist. Nun will die Stadt Bad Urach den gesamten Park aufhübschen: Auf der riesigen Wiese beim Kurpavillion entsteht ein "Mehrgenerationenplatz", sagte Bürgermeister Elmar Rebmann (SPD) dem SWR. Das Herzstück sei ein Nebelbrunnen mit Sitzgelegenheiten. Der bestehende Musikpavillion werde abgerissen und neu aufgebaut.

Die wohl aufwändigsten Arbeiten gibt es entlang des Ermsufers. Von der Bad Uracher Kreuzung am Hochhaus bis ans Ende des Kurparkes in Richtung Dettingen/Erms soll die Erms auf einer Länge von knapp zwei Kilometern zugänglich gemacht und renaturiert werden. Im Kurpark ist ein riesiger Spielplatz geplant. Der bestehenden Caravan-Parkplatz wird verlegt - dort soll künftig eine Picknickwiese entstehen. Die Zufahrt ins Kurgebiet wird verlegt.

Mit Spatenstich beginnt Umbau des Kurgebiets

Bürgermeister Rebmann hofft, dass sich Bad Urach durch die Gartenschau insgesamt weiterentwickelt. Er will den Kurpark zu einem Bürgerpark machen und die Lebensqualität in der Stadt erhöhen. Mit einem Shuttlebus sollen während der Gartenschau im Frühjahr 2027 Gäste und Wanderer bequem in die Altstadt mit den Fachwerkhäusern gelangen.

Der Bad Uracher Bürgermeister Elmar Rebmann und sein Gartenschauteam mit Lea-Sophie Schuler sowie Wolf Grünenwald im Haus des Gastes in Bad Urach.
Der Bad Uracher Bürgermeister Elmar Rebmann (rechts) sieht in der Gartenschau einen enormen Entwicklungsschub für die Stadt. Neben ihm Lea-Sophie Schuler sowie Wolf Grünenwald vom Gartenschau-Team.

Viele Ehrenamtliche wollen helfen

Besonders freut sind Rebmann und sein neunköpfiges Gartenschau-Team über das große Interesse vieler Ehrenamtlicher. Regelmäßig kämen Anfragen, wo und ob noch Helferinnen und Helfer für die Gartenschau 2027 in Bad Urach gesucht werden würden. Das Gartenschauteam hat dafür eigens eine E-Mail-Adresse eingerichtet.

Die Ausgaben für die Gartenschau liegen bei rund 24 Millionen Euro, wovon die Stadt gut neun Millionen selbst stemmen muss. Die Umgestaltung der B28 am Ortseingang kostet Bund und Land weitere 24 Millionen Euro. Um mehr Fläche für den Kurpark zu gewinnen wird die Bundesstraße näher an die Bahnschienen verlegt und die Straße ausgebaut, damit der Verkehr auf der B28 besser fließen kann und vom Verkehr in die Innenstadt entkoppelt wird. Der Stadt sei gelungen, in Absprache mit den Behörden die Bauarbeiten so zu terminieren, dass sie im Rahmen der Gartenschau fertig sind.

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