Neues Stadtoberhaupt

Michael Keßler gewinnt OB-Wahl in Horb

Michael Keßler (CDU) wird neuer Oberbürgermeister von Horb. Er erhielt am Sonntag 70 Prozent der Wählerstimmen und setzte sich deutlich gegen seinen Herausforderer durch.

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Stand

Von Autor/in Anne Schmidt

Horb im Landkreis Freudenstadt hat einen neuen Oberbürgermeister. Mit 70 Prozent der Stimmen wurde Michael Keßler (CDU) zum neuen Stadtoberhaupt von Horb gewählt. Sein Herausforderer Winfried Asprion erhielt 23 Prozent der Stimmen. Der jetzige OB Peter Rosenberger (CDU) war nach 16 Jahren im Amt nicht mehr angetreten.

Neue Ära in Horb beginnt

Der 56-jährige Michael Keßler ist staatlich geprüfter Landwirt für Technik und seit 2017 Vorsitzender der Horber CDU-Gemeinderatsfraktion. Er leitet das Sachgebiet Förderung und Verwaltung des Horber Landwirtschaftsamtes, ist im Kreis Freudenstadt für die Landwirtschaft zuständig. Bis heute führt er in Horb-Ahldorf gemeinsam mit seiner Frau den elterlichen Hof im Nebenerwerb. Keßler hatte auf seiner Homepage Bürger dazu aufgerufen, ihm zu schreiben, was ihnen in den 17 Stadtteilen Horbs auf den Nägeln brennt. Er ging mit der Zahl 76% in den Wahlkampf. So viele Horber wohnen nicht in der Kernstadt, sondern in den Teilorten. Um sie will er sich besonders kümmern. Außerdem will er eine modernere Stadtverwaltung und sich für den Bereich Verkehr einsetzen.

Der amtierende OB von Horb steht neben den beiden Kandidaten Winfried Asprion (parteilos) und Michael Keßler (CDU) vor dem Horber Rathaus.
Kurz vor der endgültigen Auszählung der Stimmen bei der Oberbürgermeisterwahl in Horb vor dem Rathaus treffen die Hauptakteure zusammen. Rechts der amtierende Oberbürgermeister Peter Rosenberger (CDU), daneben die Kandidaten Winfried Asprion (parteilos) und Michael Keßler (CDU). Sonja Legisa

Horb: Drei Kandidaten auf Wahlzettel, zwei im Rennen

Eigentlich standen auf dem Wahlzettel Namen von drei Kandidaten. Neben Winfried Asprion (parteilos) auch Sven Bach. Allerdings hatte der Ernährungsberater seine Kandidatur Anfang Juli aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.

Rosenberger nicht mehr angetreten

Rosenberger war 16 Jahre lang OB von Horb, nun ist er nicht mehr angetreten. Dafür nannte er im Januar mehrere Gründe. Amtsmüde sei er nicht, er identifiziere sich nach wie vor mit seinem Horb. Aber Anfang 50 sei ein gutes Alter, noch einmal etwas Neues zu machen, sagte er dem SWR. Was er dann macht, hat er offen gelassen.

2009 war er als einziger Kandidat zum OB gewählt worden, zuvor war der 53-Jährige als Erster Bürgermeister Stellvertreter seines Vorgängers Michael Theurer (FDP). Im Laufe seiner Amtszeit hatte sich Rosenberger (CDU) auch um andere Stellen beworben, 2015 als OB in seiner Geburtsstadt Mannheim und 2024 als Landrat für den Kreis Esslingen. Beide Male erzielte er respektable Ergebnisse, wurde aber nicht gewählt.

Kommunalpolitik mit Bürgerbeteiligung

Besonderes Anliegen Rosenbergers war, ein Gemeinschaftsgefühl zwischen Kernstadt und Teilorten zu stärken. Das war auch eines seiner erklärten Ziele bei der Horber Gartenschau "Neckarblühen" 2011. Als weiteren Schwerpunkte seiner Arbeit nannte er Bürgerbeteiligung: beim sogenannten "Masterplan Horb 2025" sollten sich Bürger in allen Stadtteilen in regelmäßigen Konferenzen zur Frage einbringen, wie Horb in 25 Jahren aufgestellt sein möchte.

Rosenberger noch bis Oktober im Amt

Peter Rosenberger wird noch bis 10. Oktober im Amt bleiben. So ist es gesetzlich geregelt. Die vorgegebene Übergangszeit dient zur Rechtssicherheit, um mögliche Kündigungsfristen der Bewerber zu berücksichtigen. Dieser Fall war zuletzt bei der Bürgermeisterwahl in Alpirsbach eingetreten.

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