- Familienachterbahn im Plopsaland
- Klettersteig in Neuerburg in der Eifel
- Mandelblütenpfad in der Pfalz
- Neue Hiwweltouren in Rheinhessen
- Trier feiert 40 Jahre Welterbe
- Rhein in Flammen, Mosel Musikfestival, Nibelungenspiele
- Große Sisi-Ausstellung in Speyer
In der Achterbahn durchs Wolfsmaul
"Enge Kurven, dynamische Fahrelemente und spannende Überraschungen" - die werden nach Angaben des Freizeitparks Plopsaland in einer neuen Familienachterbahn geboten. Das rasante Fahrgeschäft um den mutigen Werwolf Freddy nennt sich 100% Wolf und wird mit Start der Saison am 22. März 2026 eröffnet. Die Bahn ist mit 760 Meter für eine Familienbahn ungewöhnlich lang und fährt in rund 18 Metern Höhe. Ein sogenannter "Spike" – ein offenes Ende der Achterbahnschiene – sowie eine plötzliche Rückwärtsfahrt sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel. Außerdem ist die Bahn mit Figuren aufwendig animiert: So rauschen die Fahrgäste durch ein riesengroßes Wolfsmaul.
"Eine Familienachterbahn zu bauen, ist die Königsdisziplin", sagt Plopsaland-Sprecher Björn Woitaszewski dem SWR auf Nachfrage. "Es geht um das Gemeinschaftserlebnis." Die Bahn dürfe nicht zu extrem, aber auch nicht langweilig sein. Mitfahren könne man in der neuen Achterbahn ab einem älteren Grundschulalter, genaue Angaben gebe es noch nicht.
Alpines Kraxeln in der Eifel - neuer Klettersteig
Wer Nervenkitzel mag, dabei aber lieber festen Boden unter den Füßen hat, freut sich 2026 vielleicht auf einen neuen Wander-Klettersteig. Ab Ostern kann man an den Felsen über der Stadt Neuerburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm) klettern - auf sechs Teilbereichen, von einfach bis anspruchsvoll. Vom Stadtzentrum aus geht es vorbei am Stadtwappen, über einen ehemaligen Eisenbahntunnel, einen Wasserfall und zurück zum Marktplatz.
Der neue Klettersteig ist für Neugierige ohne Vorerfahrung geeignet. Weil die Strecke in mehrere Abschnitte aufgeteilt ist, kann man sich zwischendurch immer wieder ausruhen. Die Rundroute verknüpft Wanderwege mit Kletterpassagen an ausgewählten Felspartien, die spektakuläre Blicke auf die Stadt bieten. Diese Passagen können auch umwandert werden, so dass das Konzept sowohl klassische Wanderer als auch Kletterbegeisterte anspricht, die gemeinsam auf der Route unterwegs sein können. Die Route eignet sich damit auch für Familien mit Kindern.
Wer den neuen Klettersteig in Neuerburg klettern will, muss allerdings eingewiesen werden und kann in der Stadt eine Spezialausrüstung ausleihen: Helm, Klettergurt und ein Klettersteigset.
Der Klassiker: Mandelblüte in der Pfalz
Etwas weniger abenteuerlich, aber dafür ein Augenschmaus ist die Mandelblütenpracht in der Pfalz im Frühjahr. Bereits im Februar werden die "Mandelwochen" eingeläutet. Vom 21. Februar bis zum 6. April 2026 dreht sich alles um das Thema "Mandelblüte", von der man nie weiß, wann ihr Höhepunkt sein wird.
Es gibt Themenführungen, Fahrten mit dem Oldtimerbus und kulinarische Veranstaltungen. Man kann auch einfach ein Stück auf dem Mandelpfad laufen, der auf 100 Kilometern durch weiß-rosablühende Mandelbaumalleen und zartgrüne Weinberge führt. Zudem gibt es pink-rosa angestrahlte Gebäude wie das Deutsche Weintor in Schweigen, die Burg Landeck in Klingenmünster (Kreis Südliche Weinstraße) oder das Historische Rathaus in Deidesheim (Kreis Bad Dürkheim).
Neue Hiwweltouren in Rheinhessen
Wer beim Wandern gern ein paar neue Eindrücke sammelt, wird 2026 in Rheinhessen fündig. Die Weinregion wird auch das "Land der 1.000 Hügel" genannt. Und die kann man auf den verschiedenen "Hiwweltouren" erwandern. "Hiwwel" ist rheinhessischer Dialekt und bedeutet Hügel. Zu den bisher neun Wanderwegen kommen 2026 fünf neue hinzu: Die Routen rund um den Wißberg, bei Saulheim, Wöllstein, Alsheim und im Vorholz sind zwischen sechs und 13 Kilometer lang.
Feierlichkeiten zu 40 Jahren Welterbe Trier
2026 könnte sich ein Besuch in Trier besonders lohnen, denn das Jahr ist für die Stadt ein besonderes: Die UNESCO-Stätten - wie die römischen Bauwerke Porta Nigra und die Kaiserthermen, der Dom und die Liebfrauenkirche - stehen ganz besonders im Fokus. Denn 1986, vor 40 Jahren, wurde Trier zur UNESCO-Welterbe-Stadt. Auf dem Programm stehen Sonderausstellungen, Inszenierungen, Lesungen und verschiedene Führungen.
Die Bauwerke in Trier "sind einzigartige Zeugnisse der römischen Zivilisation nördlich der Alpen, stehen als hervorragende Beispiele für antike und mittelalterliche Architektur und sind unmittelbar mit Ereignissen von universeller Bedeutung verbunden", heißt es auf der Homepage der Tourist-Information Trier. Ab dem 15. Januar 2026 gibt es hier mehr Informationen und den Link zur Veranstaltungsübersicht.
Rhein in Flammen, Mosel Musikfestival, Nibelungenspiele
Der eine hat sie vielleicht jedes Jahr auf der Wunschliste, für den anderen stehen sie erstmals im Jahresplaner: Musikfestivals mit Erlebnisfaktor. Dazu gehören sicher die Rhein in Flammen-Veranstaltungen. An fünf Terminen zwischen Mai und September lassen besondere Beleuchtung und imposante Höhenfeuerwerke wieder Burgen und Rheinanlagen erstrahlen. Zuschauerinnen und Zuschauer können das Schauspiel an Land wie auch auf Schiffen verfolgen. Los geht's am 2. Mai in Bonn - den Abschluss macht St. Goar am 19. September.
Das Mittelrhein Musikfestival setzt die Kulturlandschaften des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal eindrucksvoll in Szene: Historische Gebäude, Parkanlagen und lauschige Weingüter verwandeln sich in Konzertbühnen. Das größte und älteste Musikfestival im Land lockt an die Mosel. Auch hier finden die Konzerte an besonderen Stätten statt. Einer der Hauptspielorte ist der Barocksaal im Kloster Machern in Bernkastel-Kues. Weitere wichtige Musikfestivals in Rheinland-Pfalz sind Rock am Ring oder das Hambacher Musikfest.
Die experimentierfreudigen Nibelungen-Festspiele, ein Open-Air-Theaterfestival in Worms, finden in diesem Jahr vom 17. Juli bis 2. August statt. Mit "Die Hunnenkönigin" wird eine neue Inszenierung in Zusammenarbeit mit einer Londoner Theatergruppe geboten.
Große Sisi-Ausstellung in Speyer
Zum Jahresende bietet sich ein Familienausflug nach Speyer an: Dort ist eine große Sisi-Schau geplant. Weshalb fasziniert Kaiserin Elisabeth jede Generation neu? Das will die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz ergründen. Sie öffnet ab dem 20. Dezember 2026 unter dem Motto "Kaiserin Elisabeth – unverstanden & unsterblich" und läuft bis zum 20. Juni 2027. Museumsdirektor Alexander Schubert spricht von einer Figur, die "jede Generation erneut in den Bann zieht".