Wahlkampf, Zeitumstellung und Fastenzeit

Das wird im März 2026 in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wichtig

Der März 2026 bringt RLP und BW die Landtagswahlen, die Zeitumstellung und die digitale Schufa-Auskunft - ein Monat zwischen Politik, Frühling und Feiertagen. Ein Überblick.

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Von Autor/in Lina Reinhard, Alban Löffler

Der März 2026 bringt zahlreiche Termine und Neuerungen für die Menschen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg: Von den Landtagswahlen über die Zeitumstellung bis zur digitalen Schufa-Auskunft.

Die wichtigsten Termine im Überblick

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Im März beginnt das Wahljahr 2026 mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg steht die Wahl des neuen Parlaments am 8. März an, das Land spricht von rund 7,7 Millionen Wahlberechtigten. Bei der Wahl wird auch über die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entschieden, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antritt. Eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD aus dem Februar ergab, dass die CDU (28 Prozent) derzeit mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel nur noch knapp vor den Grünen (27 Prozent) mit ihrem Spitzenkandidat Cem Özdemir liegt, gefolgt von der AfD (18 Prozent) mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier.

3,1 Millionen Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz entscheiden am 22. März über die Zusammensetzung des neuen Landtags in Mainz. Zwölf Parteien treten an, darunter erstmals das Bündnis Sahra Wagenknecht. Laut einer Umfrage im Februar von infratest dimap im Auftrag des SWR zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU ab. Die CDU mit Gordon Schnieder an der Spitze gibt demnach im Vergleich zu Januar einen Punkt ab und käme auf 28 Prozent. Die SPD unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer kann sich im selben Umfang verbessern und würde mit derzeit 27 Prozent zur CDU aufschließen. Die AfD würde ihr letztes Landtagswahlergebnis (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln und hätte die 19 Prozent in Aussicht.

Bürgermeisterwahlen in BW und RLP

Parallel zur Landtagswahl am 8. März wählen drei Städte in Baden-Württemberg einen Oberbürgermeister: in Ravensburg, Eislingen (Kreis Göppingen) sowie in Baden-Baden. In der Kurstadt Baden-Baden wurde eine Neuwahl notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber Dietmar Späth (parteilos) für dienstunfähig erklärt wurde. Er klagte über psychische Belastungen wegen öffentlicher Anfeindungen. Zuletzt war Späth in den Schlagzeilen, weil er krankgeschrieben und unter Alkoholeinfluss einen Autounfall verursacht hatte.

Parallel zur Landtagswahl am 22. März 2026 finden in Rheinland-Pfalz zahlreiche kommunale Direktwahlen statt. Bürgermeisterwahlen gibt es unter anderem in der Verbandsgemeinde Vordereifel und der Verbandsgemeinde Nieder-Olm; insgesamt stehen in neun Verbandsgemeinden und zwei Städten Bürgermeisterwahlen an. Zudem werden in Ingelheim am Rhein und Zweibrücken die Oberbürgermeister neu gewählt, weil die Amtszeiten regulär zu Ende gehen.

Der erste Wahlgang ist jeweils für den 22. März 2026 vorgesehen. Erreicht kein Kandidat die absolute Mehrheit, sind Stichwahlen am 12. April 2026 geplant.

Mehr Transparenz: Schufa-Score digital einsehbar

Wer einen Kredit braucht, kann seinen Schufa-Score ab Ende März digital und kostenlos einsehen. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung für den sogenannten Schufa-Account. Interessenten müssen sich zunächst in eine Warteliste eintragen und werden dann der Reihe nach freigeschaltet. Bisher war oft unklar, wie die Bonität berechnet wird. Mit dem neuen, vereinfachten Score-Modell sollen auch Laien diesen ohne großen Aufwand nachrechnen können.

Gedenkfeier erinnert an Mannheimer Amokfahrt

Anfang des Monats jährt sich die Mannheimer Amokfahrt zum ersten Mal. Am 3. März 2025 war ein Mann mit seinem Auto durch die Mannheimer Innenstadt gerast, zwei Menschen kamen ums Leben, weitere Passanten wurden schwer verletzt. Genau ein Jahr nach der Amokfahrt soll es am 3. März ungefähr zur Tatzeit eine Gedenkveranstaltung in der Mannheimer Citykirche Konkordien in der Innenstadt geben.

Ramadan und Zuckerfest

Für viele Muslime endet im März der Fastenmonat Ramadan. Seit dem Abend des 18. Februar wird gefastet - bis zum 20. März.

Am 20. März folgt das Zuckerfest, auch Fest des Fastenbrechens genannt. Es markiert das Ende des Ramadan und ist einer der wichtigsten Feiertage im Islam. Gefeiert wird im Kreis von Familie und Freunden, oft mit gemeinsamen Gebeten, Besuchen und festlichen Mahlzeiten. Der Name "Zuckerfest“ ist die umgangssprachliche deutsche Bezeichnung für das islamische Fest Eid al-Fitr.

6 Fakten zum Ramadan

Der Name "Zuckerfest" stammt daher, dass zum Ende des Fastenmonats Ramadan traditionell viele Süßspeisen serviert und verschenkt werden. Besonders Kinder bekommen häufig Süßigkeiten oder kleine Geschenke. Während des Ramadan verzichten Gläubige tagsüber auf Essen, Trinken und Rauchen. Mit dem Fest beginnt wieder der Alltag und eine Zeit der Begegnung und Gemeinschaft.

8. März 2026: Internationaler Frauentag

Der Weltfrauentag ist mehr als nur ein Datum, er ist ein historischer Kampftag für Gleichberechtigung. Am 8. März findet jährlich der Internationale Frauentag statt. Der Tag steht für die Rechte der Frauen und ihren anhaltenden Kampf um Gleichberechtigung. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird der Tag auch auf der Straße sichtbar: In Städten wie Mainz oder Stuttgart finden Demonstrationen und Aktionen statt, um auf Gleichstellung, Bildung und politische Teilhabe von Frauen aufmerksam zu machen.

Zeitumstellung: Die Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt

In der Nacht vom 28. auf den 29. März heißt es wieder: Eine Stunde weniger schlafen, die Uhren werden umgestellt. Morgens ist es zwar zunächst wieder länger dunkel, dafür gewinnen wir jedoch die kostbaren Feierabendstunden. Obwohl die EU die Zeitumstellung ursprünglich abschaffen wollte, wurde die Entscheidung aufgrund komplizierter politischer Abläufe vorerst nicht umgesetzt.

Weitere Informationen zur Umstellung finden Sie hier:

Osterferien: Mehr Verkehr auf Autobahnen

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stehen die Osterferien vor der Tür. Sie beginnen in diesem Jahr am 30. März und dauern zwei Wochen. Für viele Familien heißt das: Zeit für Erholung, Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten.

Reiseveranstalter rechnen mit mehr Verkehr auf den Autobahnen, besonders zum Ferienstart. Auch Ausflugsziele im Land – vom Tierpark bis zum Museum – bereiten sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher vor. Schülerinnen und Schüler kehren am 13. April wieder zum regulären Unterricht zurück.

Ob politischer Umbruch oder Frühlingserwachen – der März 2026 verspricht ein ereignisreicher Monat für die Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu werden.

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