Problem für heimische Arten

Mit Kleinkaliberwaffen und Fallen: Jagd auf Ochsenfrosch beginnt

Am Oberrhein werden invasive Ochsenfrösche bekämpft. Sie bedrohen heimische Arten - eine Herausforderung für den Artenschutz.

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Von Autor/in Margareta Holzreiter

Die Jagd auf invasive Ochsenfrösche in Deutschland hat begonnen - allen voran in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Tiere bedrohen heimische Arten und werden deshalb intensiv bekämpft. Doch warum ist der Ochsenfrosch überhaupt ein Problem, wie läuft die Bekämpfung ab und lohnt sich der Aufwand wirklich?

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Warum ist der Ochsenfrosch so ein großes Problem?

Diese Frösche kommen eigentlich aus Kanada, den USA und Mexiko. Bei uns sind sie nur deshalb in die Natur gelangt, weil Menschen sie dort ausgesetzt haben.

Während unsere heimischen Froscharten von Störchen und anderen Tieren gefressen werden, hat der bis zu 25 Zentimeter große Ochsenfrosch hierzulande keine natürlichen Fressfeinde. Dazu kommt, dass sich die Ochsenfrösche extrem schnell fortpflanzen - und laut Regierungspräsidium Karlsruhe so ziemlich alles fressen, was sie erwischen können: zum Beispiel Algen, Schnecken, Fische, andere Frösche oder auch kleine Vögel.

Für einige Amphibien-Arten ist der große Frosch doppelt gefährlich, weil seine Eier ein Gift enthalten, das anderen Eiern im gleichen Gewässer schaden kann. Außerdem gilt er als Überträger für eine Hautkrankheit, die für manche Amphibienarten tödlich endet.

Kurz gesagt: Der Ochsenfrosch ist eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Tierwelt und bringt das ökologische Gleichgewicht aus dem Takt.

Wie läuft die Bekämpfung ab?

Die Bekämpfung der Ochsenfrösche erfordert eine Kombination verschiedener Maßnahmen. Fachleute dürfen die Tiere mit Kleinkaliberwaffen erlegen. Allein in der Region Karlsruhe wurden im vergangenen Jahr fast 7.000 Frösche geschossen - ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2024.

Zusätzliche 16.000 Kaulquappen wurden in der Region mit Netz-Fallen im Wasser, mit Keschern und bei Tauch-Aktionen gefangen. Die meisten von ihnen im Naturschutzgebiet Altrhein Kleiner Bodensee. Außerdem werden Amphibien-Zäune aufgestellt und projektweise werden Spürhunde eingesetzt, um die Ochsenfrösche in ihren Winterverstecken zu finden.

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Obwohl zum Beispiel viele der Tauch-Aktionen ehrenamtlich organisiert sind, kostet die Bekämpfung Geld: In Rheinland-Pfalz wurden laut dem Umweltministerium allein im letzten Jahr über 113.000 Euro für Zäune ausgegeben. Für dieses Jahr wurden schon Maßnahmen für 77.000 Euro beauftragt.

Lohnt sich der Aufwand?

Auf den ersten Blick mag es so wirken, als würde die Bekämpfung wenig bewirken. In Rheinland-Pfalz ist die Anzahl der Tiere im letzten Jahr nicht gesunken, sondern stabil geblieben. Doch genau das wird vom Umweltministerium in Mainz als Erfolg gewertet. Ohne die Maßnahmen würde die Population vermutlich stark ansteigen, was die Situation noch verschärfen würde.

Auch in der Region Karlsruhe werden stabile Zustände bei den großen Fröschen als gutes Zeichen gewertet. Dort haben die Ochsenfrösche 2025 keine neuen Gewässer besiedelt, obwohl sie eigentlich kilometerweit wandern können. Denn je größer das Ausbreitungsgebiet, desto mehr Schaden und Aufwand können die Tiere verursachen - und desto schwieriger wird die Bekämpfung.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Margareta Holzreiter
Onlinefassung
Hanna Spanhel
Redakteurin Hanna Spanhel

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