Nach Angaben der Wirtschafts- und Finanzzeitung sorgt der Erfolg mit BioNTech offenbar für einen großen Vertrauensvorschuss. Das Interesse an dem neuen Start-up kommt jedoch früh. Es stehen noch nicht einmal die Struktur und Ausrichtung des neuen Unternehmens fest.
Allgemein ist nur bekannt, dass sich das preisgekrönte Forscher-Ehepaar weiterhin um Therapien unter anderem für Krebserkrankungen kümmern wolle.
Mainz als Standort möglich
Laut dem Handelsblatt-Bericht gibt es bereits erste Gespräche mit Wagniskapitalgebern. Sie sind in der Lage Start-ups zu fördern, bei denen auch das Risiko besteht, investiertes Geld komplett zu verlieren. Als Standort für das neue Unternehmen wird wieder Mainz gehandelt, wie schon beim Erfolgsunternehmen BioNTech.
Die beiden BioNTech-Mitgründer Uğur Şahin und Özlem Türeci haben erst am 10. März 2026 ihren Rückzug aus der Führung des Corona-Impfstoffherstellers angekündigt und gleichzeitig Pläne für einen Neustart vorgestellt. Ende des Jahres wollen sie mit einer weiteren Firma zur Erforschung von mRNA-Therapien starten. In der Pressemitteilung steht, dass "mRNA-Innovationen der nächsten Generation entwickelt werden" sollen.
Microsoft-Gründer Gates besuchte schon BioNTech
Für diese Pläne gibt es offenbar finanzstarke Interessenten, wie das Handelsblatt unter Berufung auf Insider berichtet. Demnach überlegen Wagniskapitalgeber aus Europa und den USA in das neue Unternehmen zu investieren. Unter den Interessenten soll auch Microsoft-Gründer Bill Gates sein.
Gates war im Januar 2025 zu Gast bei BioNTech in Mainz. Ihn interessierte bei dem Besuch besonders die Entwicklung von mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Tuberkulose und HIV. Die Bill-und Melinda-Gates-Stiftung hatte bereits 2019 speziell für diesen Bereich in BioNTech investiert.
Forschung weiter an mRNA-Technologien
Für die beiden BioNTech-Mitgründer Uğur Şahin und Özlem Türenci ist es nicht die erste Neuorientierung. Bereits 2016 haben sie ihr damaliges Unternehmen verkauft. Nach nun erneut rund 15 Jahren mit BioNTech steht die nächste Firma auf dem Programm. Die beiden Forscher werden jedoch weiter mit BioNTech in Verbindung bleiben, voraussichtlich als Minderheitseigner. Außerdem sollen mRNA-Technologien und Rechte in das neue Projekt übertragen werden.
Bessere Heilungschancen Krebs: Neue Immuntherapien geben Hoffnung
Jährlich erkranken in Deutschland eine halbe Million Menschen erstmals an Krebs. Früher oft tödlich, erlauben heute spezielle Immuntherapien mehr Hoffnung denn je.
BioNTech hat im Januar 2026 die Übernahme des Tübinger Pharmaunternehmen CureVac abgeschlossen. BioNTech und CureVac waren Rivalen im Rennen um einen Corona-Impfstoff. Während die Mainzer mit ihrem Impfstoff weltbekannt wurden, zog CureVac seinen ersten Impfstoffkandidaten wegen vergleichsweise geringer Wirksamkeit aus dem Zulassungsverfahren zurück.