- Fackelschwimmen in Bernkastel-Kues
- Strohhalmlegen als Adventskalender
- "Riding Santas" sammeln Geld für todkranke Kinder
- 20 Jahre Waldweihnacht im Pfälzerwald
- Raunächte haben eine lange Tradition
- Am Weihnachtsbaum die Gurke hängt
Die Mosel als Lichtermeer: Fackelschwimmen in Bernkastel-Kues
Das Fackelschwimmen in Bernkastel-Kues zieht jedes Jahr tausende Zuschauer an die Mosel. Es findet am Nikolaustag statt, also an einem Datum, an dem die Mosel nicht wirklich zum Schwimmen einlädt. Etwa 100 wagemutige Schwimmerinnen und Schwimmer in Tauchanzügen stürzten sich dabei in diesem Jahr in die kalte und dunkle Mosel, um einen Nikolaus in einem Boot zu begleiten. Sie starten am Stadtrand und schwimmen mit brennenden Fackeln in der Hand bis zur Altstadt oder lassen sich einfach treiben. Immerhin ist die Strecke mehr als einen Kilometer lang. Das Fackelschwimmen zählt seit mehr als 40 Jahren zu den Hauptattraktionen des Weihnachtsmarktes in Bernkastel-Kues und ist inzwischen dort eine ziemliche Gaudi.
Fackelschwimmen in Bernkastel-Kues
Strohhalmlegen als "Adventskalender"
Die Tradition des Strohhalmlegens erinnert an eine Art Adventskalender - nur ohne Schokolade oder die kleinen Präsente, die dort sonst untergebracht sind. Zum ersten Advent wird eine leere Krippe aufgestellt, daneben ein Bündel mit Stroh gelegt. Kinder dürfen nun jeden Tag einen Strohhalm nehmen und in die Krippe legen. Bis Weihnachten entsteht so ein weiches Bett für das Jesuskind.
"Riding Santas" sammeln Spenden für todkranke Kinder
Eine Gruppe begeisterter Harleyfahrerinnen und -fahrer ist seit dem Nikolaustag in der Pfalz unterwegs und sammelt Spenden für die Kinderhospizarbeit des Sterntaler Kinderhospiz e.V.
Leider gab es in diesem Jahr einen Unfall auf dem Frankenthaler Weihnachtsmarkt. Einer der "Ridings Santas" stürzte am 14. Dezember beim Motorrad-Corso. Dabei verletzte er sich leicht. Auch vier Besucher wurden leicht verletzt. Alle konnten vor Ort vom Rettungsdienst ambulant versorgt werden.
20 Jahre romantische Waldweihnacht im Pfälzerwald
Auf eine 20-jährige Tradition blickt die romantische Waldweihnacht im Pfälzerwald zurück. Fackeln, Lichterketten, regionale Holzkunst und eine beeindruckende Feuershow gibt es in Johanniskreuz. Zudem warten Wildbraten, Waffeln und Glühwein auf die Besucherinnen und Besucher. Der Jubiläums-Weihnachtsmarkt fand in diesem Jahr am Wochenende 13./14. Dezember statt.
Weihnachtsmarkt für die Sinne 20 Jahre romantische Waldweihnacht im Pfälzerwald
Fackeln, Lichterketten, regionale Holzkunst und eine beeindruckende Feuershow mitten im Pfälzerwald. Die romantische Waldweihnacht in Johanniskreuz feiert in diesem Jahr Jubiläum.
Raunächte haben eine lange Tradition
Die Raunächte 2025/2026 beginnen der Tradition folgend in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2025 und enden in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 2026 (Dreikönigstag). Alternativ beginnen die Raunächte in manchen Überlieferungen bereits zur Wintersonnenwende am 21. Dezember.
Die Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag waren für unsere Vorfahren eine heilige Zeit. In den zwölf sogenannten Raunächten vollzog sich der Rückzug ins Häusliche. Eine Zeit der Besinnung und des Rückblicks, aber auch des Fokussierens auf das, was kommt. Man pflegte die Gesellschaft und ließ das Jahr ruhig ausklingen. Der Übergang zwischen den Jahren wurde durch Räucherungen aus heimischen Harzen und Kräutern unterstützt, die außerdem Haus und Hof vor Wintergeistern schützen und auf die Orakel für das neue Jahr einstimmen sollten.
Landesforsten Rheinland-Pfalz bietet am 22. Dezember 2025 hierzu eine thematische Wanderung in Andernach am Rhein an. Das Haus der Nachhaltigkeit im pfälzischen Johanniskreuz veranstaltet Seminare, die sich mit dem Verräuchern von Kräutern und Harzen befassen. Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen finden Sie auf den jeweiligen Websites der Veranstalter oder auf der Seite von Landesforsten Rheinland-Pfalz.
Am Weihnachtsbaum die Gurke hängt
Zugegeben, dieser Brauch hat noch keine wirklich lange Tradition in Rheinland-Pfalz. Doch die Weihnachtsgurke dürfte inzwischen auch hier angekommen sein. Denn: Fast 40 Prozent der Menschen in Deutschland kennen den Trend bereits. Das geht aus der Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr München hervor.
Eine grüne Essiggurke - keine echte, sondern eine aus Glas - wird in den Christbaum gehängt. Traditionell soll derjenige, der die Gurke zuerst findet, ein zusätzliches Geschenk bekommen oder das erste Geschenk auspacken dürfen. Kurios ist auch der Ursprung des Brauchs: So glaubt man in den USA, die Idee sei typisch deutsch. Inzwischen schwappt der Brauch als US-Trend (Christmas Pickle) zu uns zurück.