Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wird immer wieder diskutiert, was Deutschland alles noch für seine Sicherheit tun müsste. Dazu gehören große Bundeswehr-Übungen. Derzeit läuft die Übung "Gelber Merkur" - bundesweit trainieren Soldatinnen und Soldaten für den Ernstfall.
Drohnenabwehr - einfangen, abschießen oder umleiten
Das Bataillon Elektronische Kampfführung übt in in Bitburg die Abwehr feindlicher Drohnen - ob Spionage- oder Kampfdrohne. Das Einfangen oder auch das Abschießen von Drohnen ist dabei nur eine Möglichkeit. Mit einer speziellen Technik können sich die Soldaten auch in fremde Drohnen hacken und sie so fernsteuern, dass sie an einem festgelegten Ort landen. Vor allem aber nutzen die Soldaten eine Art elektromagnetische Kanone, die die feindliche Drohne ins Visier nimmt und sie zur Landung zwingt.
Grundsätzlich sind Drohnen so individuell, dass man mit einem möglichst großem Detektions- und Wirkungsmix den größtmöglichen Erfolg erzielt. Deswegen setzen wir auf unterschiedliche Systeme, um den größtmöglichen Schutz für unsere eigene Truppe zu gewährleisten.
In diesem Fall - der Übung "Gelber Merkur" - geht es um den Schutz einer IT-Einheit, die im Kriegsfall den Digitalfunk und die Satelliten-Kommunikation innerhalb der Bundeswehr und zwischen den Verbündeten sicherstellt. Im Idealfall sollen die Drohnen die Soldaten erst gar nicht entdecken. Würde Deutschland angegriffen, dann würden diese Einheiten so schnell wie möglich an solche Orte wie den in Bitburg verlegt.
Das sagen die Menschen aus der Region Bundeswehr-Übung mit Kampfjets über der Pfalz – Notwendigkeit oder Lärmbelästigung?
Mit Tornados über Zweibrücken übt die Bundeswehr den Ernstfall auf dem Zivilflugplatz. Zwischen Fluglärm-Frust und neuer Lust auf Militär - so reagiert die Region.