Eine mögliche Wiedereröffnung der Kurpfalz-Kaserne in Speyer ist für die Bundeswehr von sehr großer Bedeutung. Das hat eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums auf Anfrage des SWR betont. Die Kaserne im Norden Speyers wird seit 2015 nicht mehr militärisch genutzt.
Die veränderte Sicherheitslage auf der Welt erfordere eine deutliche Vergrößerung der Streitkräfte, sagte die Sprecherin. Dafür brauche man auch mehr Kasernen.
Stadt Speyer wollte Wohnsiedlung errichten
In der ehemaligen Kurpfalz-Kaserne Speyer befindet sich jetzt eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge des Landes Rheinland-Pfalz. Die Stadt Speyer wollte eigentlich das Areal kaufen und eine Wohnsiedlung bauen.
Gespräch zwischen Minister Pistorius und Oberbürgermeisterin Seiler
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte im März mit Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) über die Kaserne gesprochen. Am 1. April gab es zudem eine Gesprächsrunde mit Ministerium, Stadtverwaltung und dem Land Rheinland-Pfalz. Man habe sehr gute Gespräche gehabt, erklärte das Bundesverteidigungsministerium. Man sei sich der Bedürfnisse von Land und Stadt bewusst, aber die Kaserne in Speyer sei für die Bundeswehr außerordentlich wichtig.
Eine Entscheidung wurde laut Bundesverteidigungsministerium noch nicht getroffen. Die Gespräche gehen weiter.
Kurpfalz-Kaserne wurde von 1962 bis 2015 militärisch genutzt
Die Kurpfalz-Kaserne liegt im Norden der Stadt Speyer. Sie war von 1960 bis 1962 gebaut und im Dezember 1962 eröffnet worden. Für Soldatenfamilien hatte das städtische Wohnungsunternehmen GEWO außerhalb des militärischen Areals eine kleine Wohnsiedlung gebaut. 2015 war die Speyerer Kaserne stillgelegt worden.