Demnach gibt es in Rheinland-Pfalz noch ungefähr 36.500 Sozialwohnungen. Laut Bauministerium sank die Zahl der Wohnungen 2024 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent. Bis zum Jahr 2030 fehlen im Land mehr als 30.000 Sozialwohnungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Pestel-Instituts im Auftrag des Bündnisses "Soziales Wohnen".
Das Bündnis, zu dem unter anderem der Deutsche Mieterbund, die Caritas und die IG Bau gehören, fordert von der nächsten Bundesregierung, mehr gegen den Wohnungsmangel zu tun. Damit der Bedarf gedeckt werde, seien doppelt so viele Sozialwohnung nötig wie es bisher gibt.
Fehlender bezahlbarer Wohnraum wird vor allem für Ältere zum Problem. Durch steigende Mieten und Nebenkosten auf dem Immobilienmarkt geraten immer mehr Renterinnen und Rentner unter Druck.
Anzahl älterer Wohnungsloser verdoppelt
Sozialministerin Dörte Schall (SPD) hatte sich schon Ende Januar zu dem Thema in der SWR-Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz" geäußert. Die Leistungen wie Rente und Grundsicherung würden nicht so schnell steigen wie die Kosten von Älteren. Auch sei die Altersarmut in den vergangenen Jahren leicht gestiegen.
Laut dem Sozialministerium hat sich auch die Anzahl der älteren Wohnungslosen verdoppelt. So gab es 2023 noch rund 300 Menschen über 65 Jahren ohne Wohnung. Im vergangenen Jahr waren mit über 700 älteren Menschen doppelt so viele im Land wohnungslos.
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