"Die erste Hürde ist geschafft. Jetzt geht es gemeinsam weiter." Das sagt Bernd Löffler, der Geschäftsführer der Gewerkschaft IG Metall Kaiserslautern. Damit meint er die Suche nach Interessenten für das ACC-Gelände. Nach Angaben der IG Metall gibt es davon inzwischen mehrere - und einige potenzielle Investoren hätten auch so genannte Letter of Intent unterzeichnet. Also Schreiben, in denen sie ihr Interesse an dem Gelände bekunden.
Für den Betriebsrat von ACC sind damit auch weiterhin die Chancen gegeben, dass in Kaiserslautern doch noch Batteriezellen produziert werden. Danach sah es im Februar nicht mehr aus. Die "Automotive Cells Company", kurz ACC, hatte mitgeteilt, dass sie ihre Pläne für eine Batteriezellfabrik in Kaiserslautern aufgibt. Der Grund: Die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa.
ACC-Mitarbeiter wollten sich mit Aus in Kaiserslautern nicht abfinden
Das hatte sich über Monate hinweg angedeutet. Ein Schock vor allen Dingen für die 90 Mitarbeiter, die bereits eingestellt wurden. 2.000 Arbeitsplätze - so die ursprünglichen Pläne - sollten eigentlich in Kaiserslautern entstehen. Gewerkschaft und ACC-Betriebsrat wollten sich damit aber nicht abfinden und haben zusammen mit Partnern nach Lösungen gesucht.
Weg frei für neuen Investor Nach ACC-Aus: Neue Chance für Batteriefabrik in Kaiserslautern?
Nach dem Aus der ACC-Fabrik gibt es für Kaiserslautern offenbar wieder Hoffnung: Ein Verkaufsprozess soll den Weg für einen neuen Investor öffnen.
"Mit einem Verkauf wären die bestehenden Arbeitsplätze gesichert und es würde in der Region ein innovativer Standort entstehen", heißt es nun von IG Metall und Betriebsrat. Bernd Löffler ergänzt: "Wir zeigen, was möglich ist, wenn eine Belegschaft zusammensteht und für ihre Zukunft kämpft."
Wer sind die Investoren für Batteriezellwerk in Kaiserslautern?
Um welche Investoren es sich handelt, teilen Gewerkschaft und Betriebsrat nicht mit. Abgeschlossen sei auch noch nichts. Vielmehr stünden nun noch weitere Entscheidungen bevor, bis sich auf dem Areal, das sich auf dem Opel-Gelände in Kaiserslautern befindet, etwas tut.
"Viele haben uns abgeschrieben. Aber wir sind noch hier", so Florian Krapf und Markus Borst vom ACC-Betriebsrat. Beide ergänzen: "Mit der Unterzeichnung der Interessensbekundungen zum Kauf unseres Gesamtpakets besteht mehr denn je eine realistische Chance, dass wir hier in Kaiserslautern gemeinsam mit unserer Belegschaft neue Technologien produzieren."