Nach Hochwasserschäden und Planungsfehlern

Parkklinik in Hornbach muss schließen

Drei Monate nach Eröffnung schließt die Parkklinik Hornbach. Planungsfehler und zu wenige Privatpatienten verhinderten eine Rettung durch einen neuen Betreiber. Am Dienstag wird der Betrieb eingestellt.

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Von Autor/in Luca Schulz

Die Parkklinik in Hornbach im Kreis Südwestpfalz muss endgültig schließen. Die Klinik für Menschen mit psychischen Erkrankungen war erst im April eröffnet worden, hatte dann aber kurze Zeit später Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter war damals noch zuversichtlich, einen neuen Betreiber zu finden.

Hornbach: 90 Mitarbeiter der Klinik verlieren Job

Aber: Alle Gespräche mit möglichen Interessenten hätten zu keinem positiven Ergebnis geführt, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter. Er habe über 90 mögliche Betreiber einer solchen Klinik in ganz Deutschland angeschrieben - und nur Absagen erhalten. Grund dafür sei unter anderem, dass das Gebäude von Anfang an falsch geplant gewesen sei. So gebe es zum Beispiel keine Fahrstühle, in denen auch Betten transportiert werden können.

Außerdem sollten in der Klinik nur Privatpatienten behandelt werden - das waren jedoch zu wenige, um die Kosten zu decken. Die Klinik war auf 70 Patienten ausgelegt, es war aber immer nur eine einstellige Zahl da. Laut vorläufigem Insolvenzverwalter, um die Kosten von rund 100.000 Euro pro Monat zu decken.

90 Mitarbeitende verlieren jetzt ihren Job, sie wurden vergangene Woche vom vorläufigen Insolvenzverwalter informiert. Die Stimmung sei gedrückt und traurig gewesen. Die verbliebenen sieben Patienten werden in anderen Kliniken untergebracht. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht Zweibrücken wird voraussichtlich am 1. Oktober erfolgen. Da kaum Insolvenzmasse vorhanden war, musste der Betrieb jetzt schon eingestellt werden.

Corona und Hochwasser zwingen Parkklinik Hornbach in die Knie

Erst im Frühjahr feierte die neue Parkklinik in Hornbach im Kreis Südwestpfalz Eröffnung. Nachdem bereits die Corona-Pandemie und die Inflation den Bau verzögert und verteuert hatten, dann der Schock: Das Pfingsthochwasser 2024 sorgte für Schäden am Bau von über sechs Millionen Euro.

Insolvenzverfahren gegen Parkklinik-Betreiber

Zwar übernahm die Versicherung die Schadenssumme, doch durch die Wasserschäden verzögerte sich die geplante Eröffnung. Erst Ende April 2025 öffnete die Parkklinik ihre Pforten, um ab Mai dann die ersten Patienten wegen Depressionen oder Burnout zu behandeln. Doch kurze Zeit später gab das Amtsgericht Zweibrücken dann das Insolvenzverfahren bekannt.

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Luca Schulz
SWR-Redakteur Luca Schulz

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