Mietvertrag wurde gekündigt

Die AfA in Kusel ist Geschichte

Am Freitag haben die letzten Bewohner die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Kusel verlassen. Es ist wahrscheinlich, dass die Bundeswehr das Gelände künftig wieder nutzt.

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Von Autor/in Jürgen Rademacher

Am Freitag seien die letzten Bewohner der AfA in Kusel mit Bussen in andere Aufnahmeeinrichtungen des Landes gebracht worden, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungdirektion (ADD) mit. Im Mai waren noch rund 300 Asylsuchende in Kusel - ausgelegt war die AfA auf maximal 700 Personen. Sie bestand seit 2015.

Zuletzt hatten noch 29 Mitarbeitende der ADD in Kusel gearbeitet - eine Sprecherin teilte mit, dass mit ihnen jetzt Gespräche geführt werden, wie sie weiterbeschäftigt werden können. Die Verträge mit externen Dienstleistern, die zum Beispiel das Essen für die Einrichtung geliefert haben, wurden gekündigt.

BImA hatte Mietvertrag für AfA Kusel gekündigt

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der das Gelände auf dem Windhof in Kusel gehört, hatte den Mietvertrag zum 31. Juli dieses Jahres gekündigt. Ob bis dahin die Gebäude noch renoviert oder zurückgebaut werden müssen, stehe noch nicht fest, so die ADD.

Es ist wahrscheinlich, dass das Gelände in Kusel künftig wieder von der Bundeswehr genutzt wird. Offiziell bestätigt ist das nocht nicht, jedoch deuten zahlreiche Anzeichen darauf hin. Auf dem Windhof in Kusel war bis 2014 die "Unteroffizier-Krüger-Kaserne" beheimatet, zuletzt war dort ein Artilleriebatallion untergebracht.

Folgt auf die Geflüchteten in Kusel jetzt die Bundeswehr?

Diese Pläne werden auch von zahlreichen Kommunalpolitikern unterstützt. Sie erhoffen sich davon einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser ist auch nötig - denn nicht nur ist der Kreis Kusel strukturschwach, sondern die AfA Kusel hatte auch ein gewisses wirtschaftliches Potenzial für die Region, das jetzt wegfällt. Etwa durch Arbeitsplätze, die in der AfA entstanden waren oder Geld, das die Geflüchteten in örtlichen Geschäften ausgegeben haben. Der Kuseler Bürgermeister Martin Heß (CDU), sagte, es müsse das Ziel sein, dass so viele Soldaten wie früher in Kusel stationiert werden - also etwa 1.200.

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Jürgen Rademacher
Jürgen Rademacher, Redakteur im SWR Aktuell Studio Kaiserslautern

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