In Rheinland-Pfalz wurde ein neuer Landtag gewählt. Aus der Westpfalz sind dafür mehr als 50 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten. Insgesamt sieben Wahlkreise gibt es in der Westpfalz. Wie dort gewählt wurde und wer es aus der Region in den Landtag geschafft hat:
- Wahlkreis 40 Donnersbergkreis
- Wahlkreis 41 Kusel
- Wahlkreis 44 Kaiserslautern I
- Wahlkreis 45 Kaiserslautern II
- Wahlkreis 46 Kaiserslautern-Land
- Wahlkreis 47 Zweibrücken
- Wahlkreis 48 Pirmasens
So haben die Wähler in den Wahlkreisen der Westpfalz entschieden
Wahlkreis 40 Donnersbergkreis
Jaqueline Rauschkolb (SPD) hat im Donnersbergkreis einmal mehr den direkten Einzug in den Landtag geschafft. Seit 2014 sitzt die Eisenbergerin im Mainzer Landtag. Vor fünf Jahren setzte sich Rauschkolb gegen Andrea Schmitt von der CDU durch. Das ist auch diesmal so: Rauschkolb kommt auf 27,8 Prozent, Schmitt auf 25,9. Damian Lohr von der AfD landet auf Rang drei mit 25 Prozent. Auch bei den Landesstimmen hat die SPD traditionell am Donnersberg die Nase vorn – mit 27,5 Prozent der Stimmen, hier gefolgt von der AfD (25,6 Prozent) und der CDU (24,4 Prozent).
Aus dem Wahlkreis Donnersbergkreis haben es in den Landtag geschafft:
Wahlkreis 41 Kusel
Der ehemalige Landrat Otto Rubly hat den Wahlkreis Kusel gewonnen. Der CDU-Mann kam auf 30,4 Prozent der Stimmen und hat sich gegen Oliver Kusch von der SPD (27,8 Prozent) und AfD-Kandidatin Catalina Monzon (24,9 Prozent) durchgesetzt. Rubly sagte, seine Bekanntheit als ehemaliger Landrat habe ihm sicherlich geholfen. Er wolle sich jetzt in Mainz um eine Entschuldung der Kommunen kümmern. Weitere Themen, die er angehen wolle, seien die ärztliche Versorgung, die Straßenausbaubeiträge und ein Deutschland-Ticket für Schülerinnen und Schüler. Bei den Landesstimmen sieht es im Kreis Kusel etwas anders aus. Hier liegt die SPD mit 29,7 Prozent der Stimmen vorne, vor der AfD (26,5 Prozent) und der CDU (24,1 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag im Kreis Kusel bei knapp über 70 Prozent.
Aus dem Wahlkreis Kusel haben es in den Landtag geschafft:
Bürgermeisterwahl Lauterecken-Wolfstein
Die Bürger der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein waren aufgerufen, auch einen neuen Bürgermeister zu wählen. Der Kandidat der FWG, Philipp Gruber, kam auf den ersten Platz vor dem parteilosen Christian Sauer und Isabel Steinhauer-Theis von der CDU. Damit treten am 12. April Gruber und Sauer in einer Stichwahl gegeneinander an.
Wahlkreis 44 Kaiserslautern I
Im Wahlkreis Kaiserslautern I gab es einen knappen Sieg von Andreas Rahm von der SPD (27,7 Prozent). Nur knapp dahinter lag AfD-Mann Tom Kotzian (26 Prozent). Es gehe um einiges für Kaiserslautern, sagte Rahm und nannte zum Beispiel Verhandlungen für das ACC- oder Pfaff-Gelände. "Da geht es um einige Gelder. Diese Sachen möchte ich voranbringen, dass Kaiserslautern wirtschaftlich gut dasteht, dass wir gute Arbeitsplätze haben, dass die Leute hier in der Region arbeiten können und sich wohlfühlen."
Tom Kotzian zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden: "Ganz überrascht war ich nicht. Ich hatte mich im Vorfeld sehr intensiv mit den Ergebnissen bei der Bundestagswahl in Kaiserslautern befasst. Mit 20 Prozent hatte ich schon gerechnet." Der CDU-Kandidat Marc Fuchs kam mit 21,4 Prozent der Stimmen auf Platz drei. Bei den Zweitstimmen gab es eine Überraschung: Da bekam die AfD die meisten Stimmen, nämlich 26,1 Prozent. Die SPD kam mit 25,5 Prozent auf Platz zwei vor der CDU, die es auf 20,8 Prozent brachte.
Aus dem Wahlkreis Kaiserslautern I haben es in den Landtag geschafft:
Wahlkreis 45 Kaiserslautern II
Verschiedene Ortsbezirke von Kaiserslautern und die Verbandsgemeinden Enkenbach-Alsenborn und Otterbach-Otterberg aus dem Kreis Kaiserslautern sowie die Verbandsgemeinde Lambrecht aus dem Kreis Bad Dürkheim bilden den Wahlkreis Kaiserslautern II.
Im Wahlkreis Kaiserslautern II war es den ganzen Abend ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Direktmandat. Am Ende setzte sich der CDU-Kandidat Norbert Herhammer (26 Prozent) mit gerade mal 0,2 Prozentpunkten vor dem SPD-Bewerber Dennis Matheis (25,8 Prozent) durch. "Mir geht es vor allem um die Bildungspolitik. Ich bin Lehrer, insofern quält mich das Thema schon seit 20 Jahren", sagte Herhammer dem SWR. Außerdem möchte er sich für eine bessere Finanzierung der Kommunen stark machen.
AfD-Mann Dirk Bisanz (25,1 Prozent) war auch lange im Rennen, landete am Ende auf Platz drei. Bei den Zweitstimmen siegte die SPD (26,4 Prozent) knapp vor der AfD (25,5 Prozent) und der CDU (24,4 Prozent).
Aus dem Wahlkreis Kaiserslautern II haben es in den Landtag geschafft:
Wahlkreis 46 Kaiserslautern-Land
Im Wahlkreis Kaiserslautern-Land hat sich erneut Marcus Klein durchgesetzt. Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion kommt auf 35 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei landet Daniel Schäffner (SPD) mit 26,8 Prozent. Sven Simer von der AfD kommt auf 23,8 Prozent. Bei den Landesstimmen landet die CDU (30,2 Prozent) vor der AfD (25,8) und der SPD (24,9). Zum Wahlkreis gehören die Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl, Ramstein-Miesenbach und Weilerbach - alle aus dem Landkreis Kaiserslautern.
Aus dem Wahlkreis Kaiserslautern-Land haben es in den Landtag geschafft:
Wahlkreis 47 Zweibrücken
CDU-Mann Christoph Gensch zieht mit 38,1 Prozent der Stimmen erneut in den rheinland-pfälzischen Landtag ein. Auf dem zweiten Platz landet der AfD-Kandidat Sergej Weber. Er bekam 24,1 Prozent der Stimmen. Auf dem dritten Platz landete Daniela Stauch von der SPD (23,5 Prozent). Knapper ging es bei den Zweitstimmen zu: Da liegt die CDU mit 29,2 Prozent vorne. Die SPD landete mit 26,2 Prozent knapp vor der AfD mit 26 Prozent.
Aus dem Wahlkreis Zweibrücken haben es in den Landtag geschafft:
Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Zweibrücken
Bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Zweibrücken hat Amtsinhaber Marold Wosnitza von der SPD die meisten Stimmen geholt. Christina Rauch von der CDU belegt Platz zwei. Sie tritt am 12. April gegen Wosnitza in der Stichwahl an.
Wahlkreis 48 Pirmasens
Im Wahlkreis Pirmasens zieht Christof Reichert von der CDU mit 32,7 Prozent der Stimmen in den Landtag ein. Auf den zweiten Platz kam Lutz Wendel von der AfD mit 25,9 Prozent der Stimmen vor SPD-Kandidat Markus Keller (25,5 Prozent). Bei den Zweitstimmen konnte sich ebenfalls die CDU mit 29,7 Prozent gegen die AfD (26,3 Prozent) und die SPD (24,7 Prozent) durchsetzen.
Aus dem Wahlkreis Pirmasens hat es in den Landtag geschafft: