Die anhaltende Trockenheit, verstärkt durch den Klimawandel, hat dem Pfälzerwald zugesetzt. Das Forstamt hatte den Zustand des Waldes rund um den Donnersberg als zu gefährlich eingeschätzt, um dort große Events auszurichten. Da deshalb der "Wandermarathon am Donnersberg" und der "Donnersberg Trail" abgesagt werden mussten, hatten die Veranstalter am vergangenen Samstag zu einer Kundgebung in Steinbach am Donnersberg aufgerufen.
Waldgesetz ändern: Betreten immer auf eigene Gefahr
Die Veranstalter beider Events fordern eine gesetzliche Änderung. "Es muss geklärt sein: Das Betreten des Waldes erfolgt immer auf eigene Gefahr, egal in welchem Rahmen", so Simon Lauchner vom Donnerberg-Touristik-Verband. Bisher sieht das Gesetz vor, dass das Betreten auf eigene Gefahr nur für Einzelpersonen gilt. Bei Events wie dem Wandermarathon haften die Veranstalter. Sie können bei möglichen Schäden auch strafrechtlich verfolgt werden.
"Es hätten über 250 Bäume gefällt werden müssen", erklärte Lauchner. Das wäre notwendig gewesen, um die Wege des Wandermarathons vor herabstürzenden Ästen zu sichern. Die Arbeiten konnte sich der Verband jedoch finanziell nicht leisten. Ähnlich war es auch dem LC Donnersberg ergangen, der eigentlich den "Donnersberg Trail" ausrichten wollte.
Tote Bäume und Äste Wie gefährlich ist es im Wald am Donnersberg?
Der Wald rund um den Donnersberg leidet unter der zunehmenden Trockenheit durch den Klimawandel. Das macht ihn auch gefährlicher für Spaziergänger.
Unsichere Zukunft für Events im Pfälzerwald
Mit ihrer Forderung stehen die Veranstalter am Donnersberg nicht alleine da. Nach Angaben der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH sorgt das Bundeswaldgesetz überall im Land für Probleme. Das Umweltministerium verweist auf den Koalitionsvertrag. Die neue Landesregierung will sich für eine Anpassung des Bundeswaldgesetzes einsetzen.
Ein paar Dutzend Personen haben am Samstag an der Kundgebung teilgenommen, darunter auch Annelie Fritz-Braunagel. Sie macht eigentlich jedes Jahr beim Wandermarathon mit: "Uns ist es wichtig, mit der Familie dabei zu sein." In diesem Jahr hat sie die Wanderung mit ihrer Familie auf eigene Faust angetreten - und damit auf eigene Gefahr.