Insbesondere, wenn es um neue Technologien geht, sind viele Menschen erstmal skeptisch. Das war vor ein paar Jahrzehnten mit dem ersten Fernseher so. Heutzutage werden selbstfahrende Autos und Künstliche Intelligenz kritisch gesehen. Ein neues Zentrum, genannt "42", in der Kaiserslauterer Innenstadt, will neue Technologien so erklären, dass sie jeder versteht. "Ein Uni-Professor müsse man dazu nicht sein", sagt Johannes Korz, der Geschäftsführer des Zentrums.
Er will mit dem Zentrum aufklären und hochmoderne Technologien zugänglich und vor allem erlebbar für die ganze Gesellschaft machen. Das neue Innovations-Zentrum befindet sich in dem alten C&A Gebäude in der Eisenbahnstraße in Kaiserslautern.
Im "42" Kaiserslautern sind Ausstellungen und Workshops geplant
Das Zentrum plant immer wieder interaktive Ausstellungen und Workshops zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen. Von Ernährungswissenschaft bis hin zur Informationstechnik (kurz: IT). Bei diesen Ausstellungen soll gezeigt werden, was denn eigentlich schon alles technisch möglich ist. Man kann zum Beispiel auch Apps testen, die beim Vokabel lernen helfen sollen. Und dir am Ende auch sagen, ob du gut für den Test vorbereitet bist.
Das "42" arbeitet dazu mit verschiedenen Institutionen und Unternehmen aus der Region zusammen. Beispielsweise mit der Kaiserslauterer Uni, der Hochschule und Unternehmen aus der Region. Unter anderem auch mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.
Jetzt gerade geht’s um das Thema Gesundheit im "42"
Wer Lust hat, darf aktuell einen medizinischen Flugsimulator mit Virtual-Reality-Brille (kurz: VR-Brille) ausprobieren. Das funktioniert so: Man macht eine Art Liegestütz auf einem speziellen Gerät und trägt gleichzeitig die VR-Brille. Die Idee dahinter: Spaß mit Sport zu verbinden. Während man was für seine Muskeln tut, fliegt man über das Lauterer Rathaus oder den Betze.
Was auch noch ausgestellt ist: Eine App, die in wenigen Sekunden mit Hilfe von KI das eigene Hautkrebsrisiko analysiert. "Man muss keine Angst haben, dass man bei uns reinspaziert und auf einmal steht da, Sie haben Hautkrebs. Das Dramatischste, was passieren kann, ist, dass man hingewiesen wird, mal zum Hautarzt zu gehen", erklärt Geschäftsführer Johannes Korz.
Innovations-Zentrum "42" in Kaiserslautern bekommt Geld vom Land
Das Projekt wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Für die nächsten fünf Jahre gibt es für das "42" Fördergelder im Wert von zirka zwei Millionen Euro. Außerdem finanziert sich das Zentrum durch ein Café und Sitzungsräume, die man für Veranstaltungen mieten kann.