"In dem Moment greift er in seine Tasche, zieht die Waffe und drückt viermal ab." Erinnert sich Roland M. an sein traumatisches Erlebnis Anfang des Jahres. Er hat sich jetzt beim SWR gemeldet.
Am Neujahrstag war er gerade mit seinen Hunden am Vormittag in der Nähe des Tennisheims Cesarpark zwischen Waschmühle und Kaiserberg spazieren, wie er sagt. "Ich habe plötzlich einen lauten Knall gehört und bin dann mit meinen Hunden links auf einen kleinen Weg gegangen. Da kam mir der Täter entgegen", so Roland M.
Der Mann habe auf ihn gewirkt, als hätte er unter Drogen gestanden. Der Täter habe ihn noch lautstark mit den Worten "Prost Neujahr" gegrüßt. "Ich habe ihn daraufhin gefragt, ob er derjenige ist, der noch immer böllert", sagt Roland M.. Dann zog er plötzlich eine Waffe. "Ich dachte noch, dass er nur Quatsch macht, aber dann hat es schon geknallt", erinnert sich das Opfer an den Neujahrsmorgen.
Zu den detaillierten Angaben von M. machte die Staatsanwaltschaft auf SWR-Nachfrage keine Angaben.
Opfer in Kaiserslautern mit Waffe in Penis, Bein und Fuß getroffen
Die ersten Schüsse gingen in den rechten Oberschenkel, in meinen Penis, in meinen rechten Fuß und links in mein Schienbein.
Schüsse trafen Roland M. nach eigenen Angaben am Oberschenkel, am Fuß, am Schienbein und sogar am Penis. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern bestätigte dem SWR, dass das Opfer mehrmals getroffen worden ist. Zweimal habe Roland M. wegen seiner Verletzungen operiert werden müssen. Mittlerweile konnte er das Krankenbett aber wieder verlassen, sagt er. Die Polizei sucht noch immer mit einem Phantombild nach dem Täter. Zwischenzeitlich gingen die Ermittler sogar von Haus zu Haus und haben Anwohner zu dem Fall befragt.
Warnung vor bearbeiteten Phantombildern Nach Schuss ins Bein: Polizei Kaiserslautern startet große Anwohnerbefragung
Die Polizei Kaiserslautern sucht mit einem Phantombild nach dem mutmaßlichen Schützen, der an Neujahr einen Mann ins Bein geschossen haben soll. Bearbeitete Bilder sind jetzt im Umlauf.
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern laufen
Für die Staatsanwaltschaft sind noch viele Fragen offen, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt dem SWR. Was hatte der Täter für ein Motiv, wie ist die Tat genau abgelaufen und wie sieht er tatsächlich aus? Alles Fragen, die die Ermittler noch klären müssten. Dabei sei die Schilderung des Opfers nur eines von vielen Puzzleteilen.
Redaktioneller Hinweis: Um das Opfer zu schützen, haben wir dessen Namen geändert.