Die Anklageschrift zählt nach Angaben des Landgerichtes Zweibrücken 51 Fälle des sexuellen Missbrauchs auf - in einem Zeitraum von rund dreieinhalb Jahren und an sieben Kindern. Zu Beginn des Prozesses wurde die Anklageschrift verlesen und der 65-jährige Angeklagte, der aus Pirmasens stammt, machte Angaben zu seiner Person. Im Anschluss wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen - zum Schutz der betroffenen Mädchen.
Angeklagter soll Opfern Geschenke gemacht haben
Der Angeklagte soll über seinen minderjährigen Sohn und dessen Freundin Kontakte zu Mädchen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren geknüpft haben. Diesen soll er laut Anklage Geschenke gemacht haben - zum Beispiel Smartphones, Kleidung oder ein Haustier. Dinge, die ihnen die Eltern nicht kaufen wollten oder konnten. Mit diesen Geschenken soll der Täter seine Opfer dazu bewogen haben, dass sie sexuelle Handlungen dulden oder an ihm vornehmen.
Dass die minderjährigen Mädchen das nicht wollten, soll ihn laut Anklage nicht von seinen Taten abgehalten haben. In einem Fall soll er ein Mädchen, das gehen wollte, mit einem Messer verletzt haben. In weiteren Fällen soll er den Minderjährigen Alkohol oder Drogen verabreicht haben.
Das Landgericht Zweibrücken hat für den Prozess mehrere Verhandlungstage angesetzt, die bis Ende März reichen.