Die Deutsche Bahn, die Verkehrsverbünde sowie die Zweckverbände und Landkreise als Aufgabenträger des ÖPNV informieren derzeit über Änderungen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember. In dieser Übersicht finden Sie die wichtigsten Informationen für ihre Routen durch das nördliche Rheinland-Pfalz.
- Fernverkehr der Deutschen Bahn
- Pendlerstrecke Koblenz - Mainz
- Pendlerstrecke Koblenz - Köln
- Siegstrecke Westerwald - Köln
- Stadtverkehr Koblenz
- Ahrtalbahn/ Landkreis Ahrweiler
- Rhein-Lahn-Kreis
- Kreis Mayen-Koblenz
- Kreis Neuwied
Die Änderungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn haben unter anderem Auswirkungen auf den ICE-Bahnhof Montabaur und den Koblenzer Hauptbahnhof. Der morgendliche ICE von Mainz, über Montabaur nach Köln ist in Zukunft schneller unterwegs. Unter anderem, weil der Halt Siegburg/Bonn gestrichen wird. Bisher fuhr der Zug nach Plan um 7.43 Uhr in Montabaur ab, künftig bereits um 7.26 Uhr.
Ab dem Fahrplanwechsel startet im Koblenzer Hauptbahnhof zweimal täglich ein Intercity über Düsseldorf nach Ostfriesland, mit Abfahrten um 10.41 Uhr und 14.41 Uhr. Reisende zwischen Ostdeutschland und Koblenz haben hingegen künftig weniger Verbindungen zur Auswahl. Ein später IC von Dresden, über Hannover nach Koblenz wurde aus dem Plan gestrichen. Der Zug kam bisher regulär um 23.54 Uhr am Koblenzer Hauptbahnhof an.
ICE nach Berlin fährt nur bis Februar
Auch ICE-Reisende, die in Ost-West-Richtung zwischen Koblenz und Berlin unterwegs sind, müssen sich auf Veränderungen einstellen. Wegen Bauarbeiten bietet die Bahn diese Verbindung mit Zwischenhalt in Hannover nur bis zum 6. Februar an. Auch davor könne es wegen Baumaßnahmen an der Strecke bereits zum Ausfall einzelner Fahrten kommen, heißt es vonseiten der Deutschen Bahn.
Auf der Fernverkehrsroute von Koblenz in Richtung Süden ersetzt der ICE L künftig den bisherigen Intercity. Die Linienführung von Koblenz, über Mainz und Stuttgart bis nach Oberstdorf ändert sich dadurch nicht. Die Bahn weist aber darauf hin, dass sich einzelne Fahrten aufgrund von Bauarbeiten bis zu 30 Minuten verspäten könnten.
Ausfälle und Umleitungen Bauarbeiten der Bahn rund um Mainz gehen in die heiße Phase
Die Deutsche Bahn erneuert seit Ende November Gleise, Weichen und Technik rund um den Mainzer Hauptbahnhof. Ab heute müssen Zugreisende mit deutlichen Behinderungen rechnen.
Bauarbeiten rund um Mainz
Die Deutsche Bahn erneuert aktuell Gleise, Weichen, Oberleitungen und weitere Technik rund um den Mainzer Hauptbahnhof. Das hat noch bis Ende Januar Auswirkungen auf die wichtige Pendlerstrecke zwischen Koblenz Hauptbahnhof und Mainz Hauptbahnhof. Aufgrund der Bauarbeiten in Mainz werden Fernverkehrszüge wie ICE und IC umgeleitet. Laut Bahn kann es zu Verspätungen und dem Ausfall von Halten kommen.
Der RE2 zwischen Mainz-Bischofsheim und Koblenz wird vom 14. bis 18. Dezember über die rechte Rheinseite umgeleitet, der Halt Mainz Hauptbahnhof entfällt. Die RB26 fährt zwischen Ingelheim und Oberwesel alle regulären Haltestellen an. Ab Oberwesel müssen Pendler bis Boppard auf Ersatzbusse umsteigen.
Vom 3. Januar bis 30. Januar fahren tagsüber wegen der Bauarbeiten weniger Züge zwischen Mainz und Ingelheim, nachts wird die Strecke gesperrt. Tagsüber verkehren die Linien RE3 und RB33 bis Mainz Hauptbahnhof. Dabei übernimmt die Linie RB33 alle Zwischenhalte der Linie RB26. Denn die Linien RE2 und RB26 fahren in dieser Zeit nicht zwischen ihren Startbahnhöfen und Mainz Hauptbahnhof.
Fahrten in Richtung NRW werden verstärkt
Gute Nachrichten gibt es für die Pendler, die mit dem RE5 auf der linken Rheinseite von Koblenz nach Köln fahren. Der Anbieter National Express hat angekündigt, dass er ab dem Fahrplanwechsel auf allen Linien in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wieder den Regelbetrieb einhalten kann. Zuletzt hatte das Unternehmen wegen Personalmangels einzelne Züge streichen müssen. Laut National Express wurden in den letzten beiden Jahren 190 Lokführer ausgebildet, um das Problem zu beheben.
Auf der Siegstrecke wird der RE9 verstärkt. Am Abend und am Wochenende sollen mehr Züge zwischen Siegen und Köln fahren. Ab 2026 soll der RE9 nur noch mit Doppelstockwaggons fahren. Weiterhin werde im Frühjahr 2026 ein weiterer Bahnsteig im Bahnhof Betzdorf eröffnet. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Nord erwartet dadurch eine Verbesserung aller Abläufe.
Koveb bessert bei einzelnen Linien nach
Im Koblenzer Stadtgebiet erhoffen sich die Koblenzer Verkehrsbetriebe (Koveb) durch Anpassung der Buslinien 4/14 zwischen dem Stadtzentrum und dem Gewerbepark an der A61 ebenfalls Verbesserungen in den Abläufen. Die Abfahrtzeiten werden laut Koveb geringfügig verändert, damit bessere Umsteigemöglichkeiten zu den Regiobuslinien im Gewerbepark bestehen.
Weiterhin fährt die Linie 8 zwischen Koblenz und Bendorf-Sayn in Zukunft eine andere Route durch die Koblenzer Innenstadt. Die Busse halten ab dem Fahrplanwechsel auch an der Haltestelle "Bahnhof Stadtmitte/Löhr-Center". Dafür entfällt der bisherige Halt an der Christuskirche.
Neustart der Ahrtalbahn bringt einige Veränderungen
Die Ahrtalbahn geht mit erweitertem Angebot wieder in Betrieb. Als Linie RB30 soll sie künftig stündlich und elektrisch von Ahrbrück über Remagen nach Bonn fahren. Ergänzt werden diese Fahrten durch die neue RB32.
Sie soll eine weitere direkte Anbindung zwischen Ahrtal und Mittelrheintal schaffen, stündlich nach Koblenz und alle zwei Stunden weiter bis nach Boppard fahren. Die RB39 zwischen Dernau und Remagen wird dagegen vorerst eingestellt. Laut SPNV Nord sind Finanzierungsprobleme beim Anbieter DB Regio der Grund.
Mit dem Neustart der Ahrtalbahn gehen Änderungen im Busverkehr im Kreis Ahrweiler einher. Unter anderem fährt der Regiobus 860 nicht mehr bis Bad Neuenahr-Ahrweiler, sondern ab Ahrbrück über Gelsdorf nach Meckenheim. Die Mitarbeiter von Firmen im Gewerbegebiet Gelsdorf können aus Richtung Bonn so in Zukunft mit der S23 und dem Regiobus zur Arbeit kommen. Gleiches gilt für Eckendorf, wo ab sofort der Regiobus 848 hält.
Wiedereröffnung vier Jahre nach Flut Alles Wichtige zur Bahnstrecke durchs Ahrtal
Die Bahn hat die bei der Flut zerstörte Ahrtalbahn in Rekordtempo wieder aufgebaut. Seit Freitagmittag ist die Strecke zwischen Walporzheim und Ahrbrück eröffnet. Damit ist die Ahrtalbahn wieder komplett.
Die Buslinie 830 zwischen Ahrweiler und Remagen fällt mit der Reaktivierung der Ahrtalbahn weg. Damit Pendler weiterhin zu ihren Arbeitsstellen im Innovationspark Rheinland in Ringen kommen, übernimmt die Linie 826 von Remagen über Ahrweiler die bisherigen Fahrten der Linie 830.
Im Rahmen der neuen Streckenplanung der Ahrtalbahn wurde die Haltestelle Heimersheim verlegt. Als Ersatz für den alten Bahnhalt wird die bisherige Buslinie 853 von Gimmingen nach Heppingen verlängert. Sie fährt jetzt als neue Direktverbindung bis Remagen. Und der Regiobus 850 verbindet Heppingen ab dem Fahrplanwechsel im Stundentakt mit Sinzig und Ahrweiler.
Start des Rheingau-Loreley-Express verschoben
Der schnelle Pendlerzug für den Rhein-Lahn-Kreis, der "Rheingau-Loreley-Express" der Linie RE19 verzögert sich um rund ein Jahr. Ursprünglich sollten die Züge schon im November 2025 rollen, laut SPNV Nord werde der Betrieb jetzt aber erst im Dezember 2026 starten.
Einerseits seien bestellte Züge noch nicht ausgeliefert, andererseits mache die für das zweite Halbjahr 2026 geplante Generalsanierung der rechten Rheinstrecke die Verschiebung notwendig. Der RE19 soll künftig als Ergänzung zur RB10 Niederlahnstein, Braubach, Kamp-Bornhofen und St. Goarshausen mit Frankfurt verbinden. Pendler, die bisher die RB10 nutzen, müssen wegen der Generalsanierung ab 10. Juli 2026 auf den Schienenersatzverkehr umsteigen.
Weiterhin wird im Rhein-Lahn-Kreis ein neuer Regiobus 500 zwischen Miehlen und St. Goarshausen eingerichtet. Im Sommer soll die Linie 500 auch das Loreley-Plateau anfahren. Außerdem werden die Linien 532 und 541 zur Linie 501 zusammengefasst. Die Linie 501 fährt künftig von St. Goarshausen aus auch das Industriegebiet in Nastätten an, um Berufspendlern hier einen Anschluss an den ÖPNV zu geben.
Weiterhin plant der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM), mehrere Rufbuslinien im Rhein-Lahn-Kreis in reguläre Linien umzuwandeln. Das betrifft die Linien 530, 540, 542 und 580. Der Verkehrsverbund begründet das mit einem gestiegenen Bedarf.
Kreis Mayen-Koblenz streicht wenig gefragte Verbindungen
Im Kreis Mayen-Koblenz soll das Busangebot hingegen stellenweise deutlich reduziert werden. In den Linienbündeln Maifeld, Pellenz und Vordereifel möchte der Kreis zum Fahrplanwechsel vier Prozent aller Busfahrten streichen, der Kreisausschuss hat dem bereits zugestimmt. Der Schülerverkehr sei davon nicht betroffen, heißt es auf Anfrage des SWR.
Konkret werden 23 Linien und fünf Nachtbus-Linien davon betroffen sein. Laut Maßnahmenplan der Kreisverwaltung sollen unter anderem einzelne Fahrten der Linie 301 von Plaidt zum Industriepark an der A61 wegfallen. Weiterhin soll das Mayener Krankenhaus mit der Linie 375 von Montag bis Samstag nur noch alle zwei Stunden, statt bisher stündlich angefahren werden.
Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz betont auf SWR-Anfrage, dass es sich bei den Streichungen ausschließlich um schwach ausgelastete Linien und Verbindungen handle. Laut Kreis-Pressesprecher Damian Morcinek gehe es "nicht primär um Einsparungen von Geldern. Vielmehr gab es vermehrt Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass die Taktung insbesondere im ländlichen Bereich reduziert werden könnte."
Kreis Neuwied baut Neuwieder Stadtlinien aus
Der Kreis Neuwied hingegen möchte in besonders nachgefragte Linien investieren. Laut Kreisverwaltung sind das vor allem die Linien 65 und 66 im Neuwieder Stadtverkehr. Der Kreis erklärt, es hätten sich zuletzt mehrere Bürger gemeldet und Anpassungen an beiden Linien gewünscht.
Die Linie 65 fährt im Rundverkehr zwischen Neuwied-Niederbieber, Neuwied-Rodenbach und Neuwied-Segendorf. Sie soll mit dem Fahrplanwechsel um zwei weitere Haltestellen im Zentrum von Niederbieber ergänzt werden. Somit hätten die Bürgerinnen und Bürger aus Rodenbach und Segendorf die Möglichkeit, die Einkaufsmöglichkeiten in Niederbieber bequem zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises.
Die Linie 66 zwischen Bendorf-Sayn und Neuwied-Gladbach werde zudem verlängert und um vier Haltestellen im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis ergänzt.