Standort ist hochwassersicher

Rhein-Lahn-Kreis eröffnet neues Lagezentrum in Lollschied

Das neue Katastrophenschutzzentrum des Rhein-Lahn-Kreises ist in Lollschied eröffnet worden. Im Ernstfall ist hier Platz für mehr als 30 Helfer. Der Standort ist bewusst gewählt.

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Lollschied hat weniger als 200 Einwohner, für den Rhein-Lahn-Kreis sei der Ort aber von "strategischer Bedeutung", sagte der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Kreises, Guido Erler, am Freitag bei der Eröffnungsfeier. Lollschied liege fast genau in der Mitte des Kreises. "Das ist für uns ein großer Benefit, weil wir den Ort schnell von unseren Heimatstandorten erreichen können und von hier zentral Einsätze koordinieren können."

Vom Impfzentrum zum Lagezentrum

Das neue Lagezentrum ist im ehemaligen Bürgerhaus in Lollschied eingezogen. Hier befinden sich nun Arbeitsplätze für sechs hauptamtliche Mitarbeitende der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz. Im Ernstfall können darüber hinaus bis zu 25 Ehrenamtliche parallel von hier aus Hilfskräfte im gesamten Landkreis koordinieren.

Das Bürgerhaus diente während der Pandemie bereits als zentrales Impfzentrum des Kreises. "Der Mietvertrag mit der Ortsgemeinde konnte einfach verlängert werden", sagte Erler.

Innenansichten des Lagezentrums Lollschied
Im ehemaligen Bürgerhaus in Lollschied ist jetzt das Katastrophenschutzzentrum des Rhein-Lahn-Kreises untergebracht.

Ahrflut sorgte in Bad Ems für Umdenken

Landrat Jörg Denninghoff deutete in seiner Eröffnungsrede einen der zentralen Beweggründe für den Umzug an: "Die Ahrflut hat aufgezeigt, dass wir den Katastrophenschutz in den Kreisen stetig prüfen und verbessern müssen." Dieses Prüfen und Verbessern habe auch zur Verlagerung nach Lollschied geführt.

Auch BKI Guido Erler sagt im Gespräch mit dem SWR, "gerade auch nach den Ahrtal-Ereignissen" sei es ein Bestreben gewesen, mit dem Lagezentrum umzuziehen. Denn das bisherige Stabszentrum des Kreises befand sich in den Kellerräumen der Kreisverwaltung in Bad Ems. Die Kreisverwaltung selbst steht wiederum auf einer Insel mitten in der Lahn.

Innenansichten des Lagezentrums Lollschied
Guido Erler leitet als Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Rhein-Lahn-Kreises das neue Lagezentrum in Lollschied.

Rhein-Lahn-Kreis sieht sich gut aufgestellt

Nach Paragraph 24 des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (LBKG) sollen die Landkreise in Rheinland-Pfalz "bauliche Anlagen, Einrichtungen und Ausrüstungen für den Katastrophenschutz" bereithalten. Der Rhein-Lahn-Kreis sieht sich mit seinem neuen Katastrophenschutzzentrum gut aufgestellt und als Vorreiter unter den Landkreisen.

Das Bewusstsein des Kreises für das Thema werde auch durch die sechs hauptamtlichen Stellen in der Stabsstelle unterstrichen, findet Guido Erler. Am Samstag, 27. September, darf sich das Lagezentrum in Lollschied erstmals unter Realbedingungen beweisen. Dann ist landesweiter Übungstag.

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