Das hat die Trägergesellschaft Barmherzige Brüder Trier (BBT), auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Konkrete Pläne gebe es derzeit allerdings noch nicht, heißt es von einem Sprecher des Trägers. Entscheidend sei die anstehende Krankenhausreform des Bundes.
Leerstand soll kein Dauerzustand sein
Im Moment werden den Angaben zufolge vier Etagen der Klinik nicht genutzt. Zwei Stockwerke sind durch die Psychiatrie und Psychotheraphie sowie eine psychiatrische Tagesklinik und eine Traumaambulanz belegt. Im Februar hatte der damalige Träger des St. Elisabeth Krankenhauses, der Elisabeth-Vinzenz-Verbund (EVV), die meisten Abteilungen der insolventen Klinik kurzfristig geschlossen. Etwa 180 Mitarbeitende verloren dadurch ihre Jobs.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisierten zwar noch eine Protestwelle im Frühjahr, konnten aber die Kündigungen schlussendlich nicht verhindern. Den Angaben zufolge haben einige ehemalige Mitarbeitende in anderen Einrichtungen der Barmherzigen Brüder Trier einen neuen Job finden können.
Mittlerweile laufe der Betrieb in der Fachklinik "normal", sagte ein Sprecher der Trägergesellschaft. Auch die Cafeteria habe wieder geöffnet. Dort seien auch wieder einige ehemalige Mitarbeitenden eingestellt worden.
Fachkliniken Lahnstein und Saffig vernetzen
Die Verantwortlichen der BBT wollen das psychiatrische Angebot in Lahnstein mit den bestehenden Einrichtungen der BBT vernetzen. Insbesondere mit der Fachklinik in Saffig solle ein Konzept für die psychiatrische Versorgung entwickelt werden.
Nach Angaben der BBT wird in Lahnstein das ehemalige Schwesternwohnheim demnächst umgebaut. Dort sollen 30 Wohnungen für Pflegeschüler und Schülerinnen entstehen.