Viele Menschen lieben Hunde, besonders Welpen. Deshalb hat ein Foto von acht niedlichen Cocker-Spaniel-Welpen im Internet auch wahre Begeisterungsstürme ausgelöst, als das Tierheim Koblenz ein neues Zuhause für sie suchte.
Für die neuen Hundebesitzer gibt es hohe Auflagen
Doch das Tierheim ist bekannt dafür, die Latte für die neuen Hundehalter besonders hoch zu legen – deutlich höher als beispielsweise das Tierheim in Mayen. Und das sorgt in diesem Fall für reichlich Diskussionen. Die strengen Regeln in Koblenz stoßen auf Zustimmung, aber auch auf Kritik.
Tierheim Koblenz macht strikte Vorgaben
Nach Angaben der Leiterin des Tierheims, Kirstin Höfer, müssen die zukünftigen Hundebesitzer einige wichtige Voraussetzungen erfüllen, bevor sie einen der Welpen zu sich nehmen dürfen. So sollte in der neuen Familie idealerweise nur eine Person berufstätig sein, damit der Hund nicht zu lange alleine bleibt. Besonders bevorzugt werden demnach auch Interessenten, die schon Erfahrung mit der Hunderasse haben.
Ein Hund ist eine große Verantwortung – nicht nur emotional, sondern auch finanziell.
Hundeschule und genug Geld sind Pflicht
Die neuen Besitzer müssen sich verpflichten, den Welpen in die Hundeschule zu schicken und nachweisen, dass sie genug Geld für das Tier haben. "Wir müssen sicherstellen, dass die neuen Besitzer langfristig in der Lage sind, für den Hund zu sorgen", erklärt Kirstin Höfer. "Ein Hund ist eine große Verantwortung – nicht nur emotional, sondern auch finanziell."
Kritik an den Vorgaben im Internet
Diese Vorgaben werden allerdings nicht von allen positiv aufgenommen. Im Internet hagelte es bereits Kritik, insbesondere an den finanziellen Anforderungen. Viele User äußerten ihr Unverständnis und stellten Fragen wie: "Wie sollen wir genügend Geld haben, wenn nur eine Person in der Familie arbeitet?"
Andere berichteten von ihrer langjährigen Erfahrung mit Hunden und betonten, dass ihre Tiere durchaus längere Zeit allein zu Hause bleiben können. Wieder andere sahen die strengen Vorschriften sogar als Diskriminierung weniger wohlhabender Menschen.
Einen Hund zu besitzen, ist kein Grundrecht, sondern ein Privileg.
Tierheimleiterin steht zu den Auflagen
Die Tierheimleiterin Höfer zeigt sich jedoch unbeeindruckt von der Kritik. Das Wohl der Tiere stehe an oberster Stelle. Sie betont, es sei wichtig zu verhindern, dass ein Hund später wieder ins Tierheim zurückgebracht wird, weil die Besitzer die Verantwortung und die Kosten unterschätzt haben.
"Einen Hund zu besitzen ist kein Grundrecht, sondern ein Privileg." Dass das Koblenzer Tierheim so strenge Auswahlkriterien anlegt, liegt auch an der großen Nachfrage: Mehr als 100 Menschen wollten schon einen der acht Cocker-Spaniel-Welpen adoptieren.
Große Nachfrage nach den Welpen aus Koblenz
Zu den Glücklichen gehören Georg Schellheimer aus Berlin und seine Lebensgefährtin. Die beiden sind extra angereist, um einen der kleinen Hunde abzuholen. Und Schellheimer findet die hohen Anforderungen des Tierheims absolut nachvollziehbar. Es sei doch richtig, dass man genau hinschaut, wer so einen Hund bekommt. Das sei eine Verantwortung für viele Jahre, und da müsse einfach alles passen.