Wie das Wolfszentrum Hessen mitteilt, wurden sieben tote Schafe am Montagmorgen auf einer Weide entdeckt. Wenige Tage zuvor, in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember, waren auf einer Weide in Liebenscheid im Westerwald mindestens 17 Lämmer getötet worden - wahrscheinlich von einem Wolf. Davon gehen die betroffenen Schäfer und die Polizei aus.
Zu dem Vorfall an den Weihnachtsfeiertagen sagten die betroffenen Schäfer, dass sie noch am Abend zuvor den mobilen, elektrisch geladenen Schutzzaun überprüft haben und dort alles in Ordnung gewesen sei. Als sie am Freitagmorgen zur Weide kamen, war der Zaun den Angaben zufolge an mehreren Stellen zerfetzt gewesen.
"Gewisse Verunsicherung" in der Gemeinde
Eine Tierärztin musste zwei schwer verletzte Lämmer einschläfern. Im Umkreis von mehreren hundert Metern lagen Tierkadaver. Die Herde hatte mehr als 80 Tiere.
Ingo Theis, stellvertretender Bürgermeister von Liebenscheid, sprach von einer "gewissen Verunsicherung" in der Ortsgemeinde, eine Angst in der Bevölkerung gebe es aber nicht. Wölfe seien in der Umgebung schon länger ein Thema, sagte Theis: "Und auch jetzt mit dem aktuellen Fall."
Tote Schafe auch in NRW
Auch im nahe gelegenen Siegerland in Nordrhein-Westfalen sind an Weihnachten sechs Schafe getötet worden. Auch da waren es vermutlich Wölfe.
Ob es in Liebenscheid wirklich - wie vermutet - ein Wolf war, der die Schafe gerissen hat, kann das rheinland-pfälzische Umweltministerium derzeit noch nicht sagen. Die genommenen Proben würden erst nächstes Jahr ausgewertet, teilte das Ministerium mit.