Teure Mieten oder lange auf einen Facharzttermin warten - diese alltäglichen Sorgen würden die Menschen umtreiben, so Spitzenkandidatin Rebecca Ruppert bei der Kampagnenpräsentation in Mainz. Im vergangenen halben Jahr habe man an knapp 15.000 Haustüren im Land geklingelt. "Die hohen Lebenshaltungskosten sind das Thema Nummer eins", sagt Ruppert im Interview mit dem SWR. Miete, Heizkosten oder auch die Preise im Supermarkt: Viele Menschen hätten Angst, sich ihren Alltag nicht mehr leisten zu können.
Mietkosten per App überprüfen
Um die Menschen zu unterstützen, setzt die Linke unter anderem auf ihre sogenannte Mietwucher-App. Mit ihr sollen die Nutzerinnen und Nutzer erkennen, ob ihre Mietkosten überhöht sind. Ist das der Fall, soll man dies per App direkt an die zuständige Behörde melden können. Das Angebot gibt es für Mainz, Koblenz und Ludwigshafen.
Gegen Spaltung - für ein gutes Miteinander
Als zweites Schwerpunktthema nennt Ruppert den sozialen Zusammenhalt. Die Linke wolle zum Beispiel Begegnungszentren in den Dörfern, wo man ein günstiges Mittagessen bekommt oder wo Repair-Cafés Platz haben. "Einfach Orte der sozialen Begegnung, die allen gehören", so die Spitzenkandidatin der Linken. Der Slogan für den Wahlkampf lautet: "Die Hoffnung organisieren." Mit Blick auf die hohen Umfragewerte der AfD sagt Ruppert: "Für uns ist es ein großer Motivator im Wahlkampf, für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzutreten."
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Optimismus angesichts stabiler Umfragewerte
Die jüngste SWR-Umfrage zur Landtagswahl sieht die Linke stabil bei sechs Prozent. Damit würde die Partei erstmals in den Landtag einziehen. Ruppert wertet das als Rückenwind. Die Umfrage zeige, dass die Menschen die Linke im kommenden Landtag von Rheinland-Pfalz sehen wollten.