Das Telefon klingelt oft und schrill: Nimmt man ab schreit jemand lauthals um Hilfe. Ein übler Trick von Betrügern, um gerade Senioren und Seniorinnen mit sogenannten Schockanrufen dazu zu bewegen, schnell viel Geld zu überweisen. Angeblich sei der Anrufer ein Enkelkind in Not. Allzu oft kommen Betrüger mit so einer oder einer ähnlichen Nummer durch.
Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen berät mit
Das weiß auch das Polizeipräsidium Rheinpfalz und zeigt daher ab sofort einmal im Monat regelmäßig Präsenz am zentralen Berliner Platz in Ludwigshafen. Auch mit dabei am Infostand: der Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen. Denn die Polizei weiß: Meist sind leider ältere Menschen Opfer von Trickbetrug und Co.
'Man sollte erst gar nicht im Telefonbuch stehen'
Polizeihauptkommissarin Steffi Dietz ist am Montag mit dabei am Infostand der Polizei Rheinpfalz. Sie rät: "Senioren sollten überlegen, ob sie wirklich im Telefonbuch stehen wollen. Der Eintrag bringt eigentlich nur noch Betrügern etwas. Man sollte ihn löschen lassen", erklärt die Kommissarin.
Sollte man merken, dass ein Betrüger versucht einen in ein Telefongespräch zu ziehen, sollte man direkt auflegen, so die Polizistin. Und: Am besten man meldet sich erst gar nicht mit Namen sondern einfach nur mit "Hallo", weiß die Kommissarin.
Opfer schämen sich für das Geschehen
Werden Menschen Opfer von Trickbetrügern und Schockanrufern, melden sie das Geschehen selten der Polizei, wissen die Beamten am Berliner Platz. Die meisten Kriminalopfer schämen sich für das Geschehen, daher ist die Dunkelziffer in diesem Bereich sehr hoch, wissen die Polizisten am Berliner Platz.
In der dunklen Jahreszeit ist aber auch der Schutz vor Einbrüchen ein regelmäßiges Thema, das Menschen am Infostand der Polizei Rheinpfalz interessiert. Wichtig zudem: die Betreuung von Kriminal-Opfern. Auch dazu gibt es am Polizeistand viel Infomaterial.
Sicherheit - ein wichtiges Thema für ein gutes Lebensgefühl in der Stadt
Denn Sicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil für ein gutes Lebensgefühl in der Stadt, weiß die Polizei Rheinpfalz. Daher wird sie von nun an bis Ende des Jahres regelmäßig versuchen, mit Ludwigshafenern und Ludwigshafenerinnen ins Gespräch zu kommen - und sie beraten, um dem Sicherheitsbedürfnis Rechnung zu tragen.