Am Wochenende ging man zunächst davon aus, dass die invasive asiatische Hornisse die 20 Wanderer rund um die Burg Trifels attackiert hatte. Laut Polizei kamen Wanderer zum Teil wegen allergischer Reaktionen in ein Krankenhaus.
Wie die Polizei am Dienstag auf Nachfrage mitteilte, rückte drei Mal ein Krankenwagen an, um Menschen mit Atemnot- und Kreislaufproblemen ins Krankenhaus zu bringen.
Mitarbeiter des Forstamtes Annweiler machten sich daraufhin auf die Suche nach den Hornissen und fanden ein Hornissennest auf einem Wanderweg oberhalb des Parkplatzes Windhof.
Die Forstmitarbeiter untersuchten das Nest und stellten fest, dass es sich nicht um die invasive asiatische Hornisse, sondern um die heimische europäische Hornissenart "Vespa crabro" handelt.
Forstamt: Hornissen bauen aktuell ihr Nest aus
Die Hornissen haben sich in einem hohlen Baum in weniger als zwei Metern Höhe direkt an einem Wanderweg eingenistet. Wie Holger Spindler, der zuständige Revierleiter vom Forstamt Annweiler, dem SWR sagte, reagieren die Hornissen dort aggressiver als gewöhnlich.
Er geht davon aus, dass das Hornissenvolk aktuell sein Nest ausbaut und sich dabei von vorbeilaufenden Wanderern gestört fühlt.
Nest wird nicht entfernt - Teile des Wanderwegs bei Annweiler gesperrt
Da die europäische Hornisse eine heimische Art ist, wird das Nest nicht entfernt. Die Forstmitarbeiter verweisen auf die künftigen kalten Herbstnächte. Dann werde das Hornissenvolk, wie in der Natur üblich, von allein absterben.
Menschen erleiden allergische Reaktionen Annweiler: Hornissen attackieren und stechen 20 Wanderer
Mehr als 20 Wanderer wurden im Wandergebiet Trifels von Asiatischen Hornissen attackiert. Ein paar Menschen hatten eine allergischen Reaktion.
Bis dahin bleibt der Wanderweg um das Hornissennest auf einem Abschnitt von 100 Metern gesperrt. Eine Umleitung für den Wanderweg wurde eingerichtet.