Die Suspendierung sei nur eine erste Reaktion auf die Reizgasattacken, teilte die zuständige Schulbehörde ADD mit. Weitere Schritte gegen die drei Schüler würden derzeit vorbereitet. Welche genau das sind, teilte die Behörde nicht mit. Nur, dass es sich um sogenannte "ordnungsrechtliche" Maßnahmen handeln würde. Dazu zählt eben auch, nicht am Unterricht teilnehmen zu dürfen.
40 Schüler und Lehrer verletzt
Bei ganz schweren Verstößen kann auch entschieden werden, dass Schüler die Schule dauerhaft verlassen müssen.
Bei den Reizgasattacken waren 40 Schüler und Lehrer verletzt worden. Fünf Schüler mussten ins Krankenhaus. Einer der mutmaßlichen Täter, ein 15-Jähriger, ist offenbar schon polizeibekannt. Seit vergangener Woche sind regelmäßig Polizeibeamte auf dem Schulgelände präsent.
Wer zahlt die Polizeieinsätze an Schule?
Bei den Reizgas-Attacken waren Polizisten im Einsatz - wer zahlt am Ende die Kosten dafür? Wie die Polizei mitteilte, kommt es darauf an, ob jemand vorsätzlich oder fahrlässig einen Einsatz ausgelöst hat. Ist das der Fall, gilt das auch für jemanden unter 14 Jahren. Nur dass dann im Zweifelsfall die Eltern zur Kasse gebeten werden können. Die Höhe der Rechnung hängt laut Polizei davon ab, wie lange die Einsätze gedauert haben und wie viele Beamten vor Ort waren.
Weiterer Vorfall: Schüler zündet Böller
Und trotzdem kam es am Donnerstag zu einem weiteren Vorfall. Ein 13-Jähriger zündete in der Pause auf dem Schulhof einen Böller. Das haben Beamte direkt mitbekommen. Die Polizisten führten mit ihm dann eine Gefährderansprache durch und er wurde zu seinen Eltern gebracht. Weitere Böller hatte das Kind nicht bei sich.
Zwei Schüler klagten nach dem Knall über Ohrenschmerzen. Eine weitere medizinische Versorgung vor Ort war aber laut Beamten nicht notwendig.