Geothermie, Nahwärme oder Wärmepumpe?

Wärmewende: Das planen die Kommunen in der Pfalz

Die meisten Heizungen in der Pfalz laufen noch mit Gas und Öl. Die Kommunen müssen Pläne aufstellen, wie die Menschen in Zukunft klimaneutral heizen könnten. So weit sind sie dabei.

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Von Autor/in Ulrike Brandt

Wo könnte die klimaneutrale Wärme für Haushalte und Unternehmen in Zukunft herkommen? Lohnt sich ein Wärmenetz vor Ort oder setzt man besser auf Wärmepumpen? Solche grundsätzlichen Fragen beantwortet der kommunale Wärmeplan - viele Kommunen in der Vorder- und Südpfalz haben diesen Plan bereits aufgestellt oder sind gerade dabei.

Fertig sind zum Beispiel die Städte Ludwigshafen, Landau und Bad Dürkheim, auch etliche Verbandsgemeinden vor allem in der Südpfalz wie die Verbandsgemeinden Bellheim, Jockgrim, Kandel (alle drei Kreis Germersheim), Annweiler, Edenkoben und Herxheim (alle drei Kreis Südliche Weinstraße).

Nach dem Wärmeplan wird es konkret mit Energieberatungen und Vorstudien

In diesen Kommunen laufen schon die nächsten Schritte: Die Stadt Germersheim zum Beispiel kooperiert mit einem Unternehmen, das Wärmebilder für einzelne Gebäude liefert - damit sollen Hausbesitzer fürs Sanieren und Dämmen begeistert werden und so ihren Wärmebedarf generell senken.

In der Stadt Bad Dürkheim läuft nach Angaben der Verwaltung eine Vorstudie für ein mögliches Wärmenetz in einem Wohngebiet. Einige Gemeinden kooperieren auch mit der Verbraucherzentrale und bieten Energieberatungen an. Dorthin kann man sich auch wenden mit der Frage: Was mache ich, wenn meine alte Heizung jetzt kaputt geht?

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Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist im ersten Quartal 2025 wieder deutlich gestiegen. Es spricht sich herum: Eine Wärmepumpe zum Heizen kann sich häufig lohnen und gefördert werden.

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Eins haben alle Kommunen in der Pfalz gemeinsam: Sie und ihre Einwohnerinnen und Einwohnern müssen weg von klimaschädlichen Energieträgern wie Gas und Öl. Und insgesamt den Wärmebedarf ihrer Gebäude senken. In Deutschland soll bis spätestens 2045 klimaneutral geheizt werden. Rheinland-Pfalz will schon 2040 klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgas-Emissionen verursachen, als ausgeglichen werden können.

Bringt Geothermie die Wärmewende?

Viele Pfälzer Kommunen setzen ihr Hoffnung auf die Tiefengeothermie - darauf, dass sich mit dem heißen Wasser, das in mehr als 3.000 Metern Tiefe fließt, Wärme gewinnen lässt. Die Stadt Landau kooperiert dafür mit der privaten Firma Vulcan Energy. Andere Südpfälzer Kommunen hoffen, sich anschließen zu können.

Die Stadt Wörth plant zusammen mit dem LKW-Bauer Daimler Truck ein Geothermie-Projekt. Ludwigshafen und Frankenthal wollen von einem möglichen Projekt bei BASF profitieren. Auch die Städte Speyer und Schifferstadt wollen die Wärme aus der Erde nutzen.

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Zukunft des Heizens Wie ist der Stand bei der Wärmeplanung in Rheinland-Pfalz?

Bis Mitte nächsten Jahres müssen die großen Städte in Rheinland-Pfalz sogenannte Kommunale Wärmepläne vorlegen. Die kleineren haben länger Zeit. Die ersten sind bereits fertig.

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Mainz

Expertentreffen in Mainz Stadtwerkekongress berät über klimeneutrales Heizen

Drei von vier Wohnungen in Deutschland nutzen weiterhin Öl oder Erdgas zum Heizen. Nach dem Willen der Politik soll dieser Anteil in den nächsten Jahren zurückgehen. Bei einem Treffen in Mainz haben Experten darüber beraten, wie das aussehen kann - und welche so genannten Wärmepläne die Kommunen dafür benötigen. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits Beispiele dafür.

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