Wegen des Warnstreiks sei eine Betreuung der Kinder am Freitag nicht möglich, teilte die Stadtverwaltung Ludwigshafen am Vortag mit. Eltern oder Erziehungsberechtigte müssten "die Betreuung ihrer Kinder anderweitig sicherstellen". Die Eltern seien informiert worden.
Streiks in Pfälzer Kitas und Kliniken Ver.di-Kundgebung in Frankenthal: "Das Nicht-Angebot der Arbeitgeber ist eine Frechheit"
In mehreren Städten in der Pfalz hatte ver.di am Freitag zu Warnstreiks aufgerufen. In Frankenthal protestierten Mitarbeiterinnen von Kitas, Kliniken und der Stadtverwaltung.
In Speyer sind fünf von zwölf Kitas betroffen
Auch in Speyer streiken am Freitag Erzieherinnen und Erzieher - allerdings nur in fünf von zwölf städtischen Kitas. Das ist nur der Auftakt - am Dienstag geht der Warnstreik weiter. In einigen Kitas würden die Betreuungszeiten verkürzt, teilte die Stadt Speyer mit. Zwei Kitas müssen ganz schließen. Die Stadt will eine Notbetreuung einrichten.
Auch Warnstreiks an Pfälzer Kliniken
Streiks gibt es am Freitag nicht nur in Kitas, sondern auch in den Kliniken in der Pfalz. Das Klinikum Ludwigshafen war bereits am Donnerstag das erste Krankenhaus, das von der Gewerkschaft ver.di bestreikt wurde. Am Freitag wollen dann auch Mitarbeiter an den Krankenhäusern in Frankenthal, Landau und Worms in den Ausstand treten. In Frankenthal ruft ver.di zudem zu einer Kundgebung auf.
Am Montag auch Flughäfen betroffen ver.di-Demos in mehreren Städten sowie Streiks in Kitas
Die Gewerkschaft ver.di hat im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes am Freitag den Druck erhöht. Betroffen waren die Eltern von Kita-Kindern. Weitere Streiks sind angekündigt.
Kaum Auswirkungen auf die Patienten?
Im Klinikum Ludwigshafen hat der Warnstreik wohl keine Auswirkungen auf die Patienten. Die Geschäftsführung des Krankenhauses teilte mit, man habe mit der ver.di-Streikleitung eine Vereinbarung mit dem Ziel geschlossen, dass der Patientenversorgung oberste Priorität eingeräumt wird und diese rund um die Uhr gewährleistet ist.
Gewerkschaft fordert mehr Urlaub und Geld
Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst gehen am 14. März in Potsdam weiter. Verhandelt wird für zahlreiche Berufsgruppen, unter anderem Erzieherinnen, Krankenpfleger, Busfahrer und Feuerwehrleute.
Acht Prozent mehr Lohn gefordert
Die Gewerkschaft fordert unter anderem acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro mehr pro Monat sowie drei Tage mehr Urlaub. Zuletzt hatten in diesem Tarifstreit Ende Februar Beschäftigte des Flughafens München zwei Tage gestreikt. 80 Prozent der geplanten Flüge fielen deshalb aus.