"Lufthansa Technik Aero Alzey" hat am Freitag im rheinhessischen Alzey ein neues Logistikzentrum eröffnet - und das in einem Industriegebiet, das ohnehin dabei ist, zu wachsen. Direkt gegenüber baut der US-Pharmakonzern Eli Lilly ein neues Werk. Auch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) war bei der Eröffnung der Logistikhalle dabei.
Im neuen Logistikcenter der Lufthansa Technik Aero Alzey ist alles sauber und geordnet: Lange blaue Regalreihen aus Metall reichen bis an die Decke. Flugzeugteile werden hier auf einer Fläche von anderthalb Fußballfeldern gelagert, penibel sortiert: von ganzen Triebwerken bis zur kleinen Unterlegscheibe.
Triebwerke aus der ganzen Welt werden in Alzey repariert
Das neue 10.000 Quadratmeter große Logistikzentrum erleichtere die Abläufe im Unternehmen sehr, sagt Mit-Geschäftsführerin Judith Wedlich-Blender. "Die Wege sind kürzer", erklärt sie. Das helfe sehr: "Für unsere Kunden, die Airlines, zählt jeder Tag."
Die Kunden - das sind regionale Fluggesellschaften auf der ganzen Welt, die meisten aus den USA, die ihre Triebwerke nach Alzey schicken, um sie warten oder reparieren zu lassen. Das neue Logistikzentrum sei ein entscheidender Schritt für die Zukunft des Standorts, sagt Geschäftsführer Rubin Siddique.
Lufthansa Technik Aero Alzey wächst weiter
Denn es eröffne die Chance, weiter zu wachsen, auch bei den Beschäftigten. Allein im letzten Jahr seien 120 neue Mitarbeiter eingestellt worden. In diesem Jahr sollen 21 junge Menschen ihre Ausbildung bei Lufthansa Technik Aero Alzey machen. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Lufthansa Technik Aero Alzey inzwischen. Gestartet hatte das Unternehmen einmal Mitte der 1980er Jahre mit sieben Mitarbeitern.
Das Industriegebiet Ost in Alzey, günstig an der A61 gelegen, wächst damit weiter - vom "neuen Alzey-Tempo" spricht die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) bereits, wenn wie hier alle an einem Strang ziehen. Das geschehe bei der Entwicklung von Industrieflächen, der Anbindung an Energieversorger oder der Verkehrsinfrastruktur.
Ministerin Schmitt: Wirtschaftsstandort Alzey weiter gestärkt
Das sei ein Signal für den Wirtschaftsstandort Alzey - aber auch für Rheinland-Pfalz generell. "Das ist ein starker Impuls in einer Zeit, wo der auch besonders gut tut", so Schmitt. Freude auch beim Alzeyer Bürgermeister Steffen Jung: "Es wird sich noch vieles tun, auch dieses Jahr, und wir sind wirklich froh, dass es in diesen großen Schritten voran geht."