Am Donnerstagabend wurde die Polizei nach Guntersblum im Kreis Mainz-Bingen gerufen. Eine Frau hatte gemeldet, in ihrer Wohnung sei eine Katze, die nicht mehr gehen wolle. Nach Angaben der Polizei war die Katze unbemerkt unten im Kinderwagen mit in die Wohnung gefahren.
Katze verbrachte Nacht auf der Wache
Die Polizei nahm die Katze mit nach Oppenheim. In einer Mitteilung schreibt die Polizei: "Hier sollte ihr die Dienststelle gezeigt werden, was die Katze jedoch deutlich ablehnte. Sie wollte stattdessen dem Wachhabenden über die Schulter gucken und ihn unterstützen."
Polizisten nannten die Katze Helge
Nach einiger Zeit sei sie jedoch so erschöpft gewesen, so die Polizei, dass sie die Katze in eine Lederjacke gelegt habe und davon geträumt habe, Verbrecher anstatt Mäuse zu jagen. Die Beamten der Polizei Oppenheim tauften die Katze in Anspielung auf das Lied "Katzenklo" von Helge Schneider auf den Namen Helge.
Auf den Namen kamen die Beamten vermutlich, während sie aus einem Schuhkarton ein Katzenklo gebastelt haben.
Im Tierheim auf Besitzerin gewartet
Weil sich die Beamten nicht länger um die Katze kümmern konnten, wurde sie der Verbandsgemeindeverwaltung übergeben. Von dort aus ging die Reise weiter ins Mainzer Tierheim. Am Mittag dann die gute Nachricht: Die Katze ist wieder zu Hause.
Seit zwei Tagen vermisst
Nach Angaben der Polizei wurde die Katze seit zwei Tagen vermisst. Inzwischen steht auch fest, dass sie nicht alleine abgehauen ist, sondern in Begleitung.
In Guntersblum war am Morgen eine weitere Katze aufgetaucht, die ebenfalls der Frau gehört. Nach SWR-Informationen leben die Katzen normalerweise in Gimbsheim - der Ort liegt etwa drei Kilometer von Guntersblum entfernt.