Am Hauptbahnhof in Mainz haben sich am Donnerstagmittag etwa 150 Schülerinnen und Schüler versammelt. Sie waren dem Aufruf zu einem bundesweiten Schulstreik gefolgt. Ihr Protest richtete sich gegen eine mögliche Wehrpflicht und grundsätzlich gegen Zwangsdienste.
Kritisch sieht die bundesweite Initiative unter anderem die verpflichtenden Fragebögen, die junge Männer ausfüllen müssen. Auch ist sie gegen die verpflichtende Musterung, die ab Juli 2027 geplant ist.
Demonstrationszug durch die Mainzer Innenstadt
Um 18 Uhr wollen sich die Demonstrierenden dann wieder treffen - diesmal zu einem Protestzug. Die Schülerinnen und Schüler wollen vom Mainzer Gutenbergplatz aus durch die Innenstadt laufen.
Der Demonstrationszug soll über die Ludwigsstraße, den Schillerplatz, die Große Bleiche, die Schusterstraße und über das Höfchen zurück zum Gutenbergplatz führen. Hier werden laut Polizei 300 Teilnehmende erwartet. Der Protestzug soll um 20 Uhr beendet sein.
Schulstreik gegen Wehrpflicht auch in Alzey
Auch in Alzey waren Schülerinnen und Schüler zum Schulstreik gegen die mögliche Wehrpflicht aufgerufen. Am Vormittag gab es eine Kundgebung auf dem Rossmarkt.
Bereits am 5. Dezember vergangenen Jahres hatte es einen bundesweiten Schulstreik gegeben. Damals gingen laut der Veranstalter mehr als 40.000 Jugendliche in mehr als 80 deutschen Städten gegen das neue Gesetz zum Wehrdienst auf die Straße.
Bundesweite Demonstrationen Schüler in Koblenz protestieren gegen neuen Wehrdienst
In Koblenz sind am Donnerstag Schüler und Schülerinnen auf die Straße gegangen und haben gegen das neue Wehrdienstgesetz protestiert. Sie beteiligten sich damit an der deutschlandweiten Bewegung "Schulstreik gegen die Wehrpflicht".
Studierende sagen Demo ab
Außerdem hatten Studierende zu einer weiteren Demo gegen die Wissenschaftspolitik der rheinland-pfälzischen Landesregierung aufgerufen. Sie kritisieren, dass die Qualität der Lehre immer mehr abnehme und Tutorien und Stellen für Hilfskräfte gestrichen würden.
Die Veranstalter hofften auf bis zu 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Da aber nur eine Handvoll Menschen kamen, wurde die Veranstaltung kurzfristig aufgelöst.