Bundesweite Demonstrationen

Schüler in Koblenz protestieren gegen Wehrdienst

In Koblenz sind am Donnerstag Schüler und Schülerinnen auf die Straße gegangen und haben gegen das neue Wehrdienstgesetz protestiert. Sie beteiligten sich damit an der deutschlandweiten Bewegung "Schulstreik gegen die Wehrpflicht".

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Stand

Die Stadtschülervertretung Koblenz hatte Schülerinnen und Schüler aus der Region dazu aufgerufen, sich an dem bundesweiten Streik zu beteiligen. Etwa 200 hatten sich angemeldet.

Stadtschülervertretung will Debatte zum Wehrdienst anregen

Die Demonstration begann um 10 Uhr am Koblenzer Hauptbahnhof. Danach zogen die etwa 100 Schülerinnen und Schüler mit Transparenten und Plakaten unter anderem weiter zum Max-von-Laue Gymnasium. Am Zentralplatz gab es dann eine Abschlusskundgebung. Es nahmen weniger Schüler und Schülerinnen teil, als geplant.

"Wir versuchen eine Debatte anzuregen mit unseren Argumenten und Inhalten und wollen versuchen, dass sich die Generation klarmacht, was für sie auf dem Spiel steht", sagte Leo Reinemann dem SWR. Er ist Schüler des Eichendorff-Gymnasiums und leitet die Veranstaltung in Koblenz.

"Warum sollen wir dann in den Krieg ziehen? Für ein Land, das es nicht mal schafft, für uns als Jugend zu kämpfen, warum soll ich dann für das Land kämpfen?", sagte eine der Schülerinnen dem SWR, eine andere meinte: "Generell sollte das Geld auch besser eingesetzt werden als jetzt in Aufrüstung, besser in die Zukunft und nicht in Vernichtung investieren."

Leo Reinemann, Leiter von "Schulstreik gegen Wehrpflicht" in Koblenz
Leo Reinemann ist Schüler am Eichendorff Gymnasium und leitet die Veranstaltung "Schulstreik gegen Wehrpflicht" in Koblenz.

Zweiter Schulstreik gegen neues Wehrdienstgesetz

Die Stadtschülervertretung hat sich nach eigenen Angaben gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht beziehungsweise des Wehrdienstes auf Bundesebene ausgesprochen. Sie lehne eine Rückkehr zu verpflichtenden militärischen Dienstleistungen kategorisch ab. Die individuelle Entscheidungsfreiheit in Bezug auf den Bildungsabschluss dürfe durch einen Wehrdienst nicht eingeschränkt werden, so die Begründung.

Mainz

Schulstreik gegen Wehrpflicht "Jungs sind keine Kriegsrekruten": Demo in Mainz gegen neuen Wehrdienst

In Mainz haben am Mittag etwa 150 Schülerinnen und Schüler gegen das Gesetz für den neuen Wehrdienst protestiert. Sie befürchten, dass eine Rückkehr der Wehrpflicht kommen könnte.

Am 5. Dezember hatte es den ersten "Schulstreik" gegeben, damals hatte der Bundestag dem neuen Wehrdienstgesetz zugestimmt. Demnach erhalten alle 18-jährigen Männer und Frauen ab Anfang 2026 einen Fragebogen. Für Männer ist die Beantwortung des Fragebogens verpflichtend, für Frauen freiwillig. Männer, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, werden verpflichtend gemustert. Der Wehrdienst selbst bleibt zunächst freiwillig.

Rheinland-Pfalz

Widerstand unter jungen Erwachsenen Schüler in RLP streiken gegen neues Wehrdienstgesetz

Die Pläne der Bundesregierung stoßen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Protest. Am Freitag haben deshalb bundesweit - auch in RLP - Schüler demonstriert.

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR RLP

Baden-Württemberg

Schwänzen aus Protest "Schulstreik gegen Wehrpflicht": Hunderte junge Menschen demonstrieren in Städten in BW

Am Donnerstag haben erneut junge Menschen in Baden-Württemberg beim "Schulstreik gegen Wehrpflicht" demonstriert. Gleichzeitig melden sich immer mehr Freiwillige zum Wehrdienst.

Mainz

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SWR

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