Am Ende stimmten alle Ratsmitglieder für den Antrag der Koalition aus Grünen, CDU und SPD. Das Liegenschaftsamt soll jetzt prüfen, welche städtischen Grundstücke sich für eine Hundewiese dafür eignen.
"Wir haben es geschafft", freut sich Mercedes Gladitz vom Verein "Hundewiese für Mainz", direkt nach der Abstimmung. Sie hatte Mitte Juli mit anderen Hundebesitzern eine Demonstration organisiert. Der Verein hatte der Stadt schon verschiedene Grundstücke als Auslauffläche für Hunde vorgeschlagen - bisher konnte aber kein geeignetes gefunden werden.
Jetzt soll die Stadt selbst nach einem Gelände suchen. Damit Kosten gespart werden, soll ein privater Verein die umzäunte Hundewiese betreiben und pflegen. Dezernentin Manuela Matz (CDU) hat im Stadtrat angekündigt, dass sie bereits eine städtische Fläche ausgesucht hat. Sie hat zudem Mercedes Gladitz angeboten, mit ihr zusammenzuarbeiten.
Stadtrat findet keine Lösung für E-Scooter
Abgelehnt hat der Mainzer Stadtrat dagegen den Antrag der ÖDP, weitere Maßnahmen gegen wild geparkte E-Scooter auf Geh- und Radwegen zu beschließen. Die Mehrheit der Fraktionen will abwarten, ob die im Juni beschlossenen neuen Regeln für E-Scooter greifen.
Der Stadtrat hatte für die Innenstadt 25 Abstellflächen für E-Scooter bestimmt. Laut Ordnungsdezernentin Manuela Matz (CDU) muss allerdings noch geprüft werden, ob das sogenannte Geo-Blocking eingeführt werden kann.
Diese Technik verhindert, dass die E-Roller auf verbotenen Plätzen abgestellt werden können. Erst wenn die neuen Regeln umgesetzt sind, will der Stadtrat darüber beraten, ob verstärkte Kontrollen und Verbotszonen für E-Scooter auch in allen anderen Stadtteilen eingeführt werden.
Deutlich mehr E-Scooter in der Mainzer Innenstadt
Das Problem ist, in der Mainzer Innenstadt gibt es deutlich mehr E-Scooter als noch vor einigen Jahren. Immer wieder stehen die vor allem bei jungen Menschen beliebten Elektrokleinstfahrzeuge auf Gehwegen oder liegen sogar auf der Straße und behindern andere Verkehrsteilnehmer.